Rezension: Die Frau des Pianisten

„Er war ihre Melodie. Ein Klavierstück, das seit einigen Jahren ihre Herzen aufs Tiefste berührte. Eine Melodie die nur für sie bestimmt war.“

Alec hat ein erfolgreiches Leben. Er ebt seinen Traum als Musiker und hat mit Emma die Liebe seines Lebens an seiner Seite. Als dann auch noch der kobaltblaue Flüge l in seiner Wohnung steht, beginnt sich ein Fluch auszubreiten und legt das Leben in einen dicken Schatten. Erst als Emma sich immer weiter von ihm entfernt, macht Alec sich auf die Reise in die Vergangenheit. Wird sie sich wiederholen?

„Die Frau des Pianisten“ trägt einen Hauch von Fantasy und ganz viel Romantik.
Die Liebe zur Musik wird im jeden Kapitel deutlich. Sie trägt einen davon, lässt einen schweben, durch die Zeit reisen und Geheimnisse aufdecken.
Durch die detailreichen Charaktere und auch das Leben des Flügels – der Einfluss auf die Gefühle der Menschen hat, wird man schnell Teil dieser Welt. Sie wirkt echt und realistisch und ich konnte mir gut vorstellen, wie die Gefühlswelt ihre Farben wechselte. In der Wünsche und Träume Platz haben, aber leider hinten anstehen. In der es an Spannung, Höhen und Tiefen nicht mangelte und somit ein typisches Beisel Lesevergnügen wurde.

„Weißt du, Glück ist nicht immer gleich Glück. Es leuchtet in vielen Facetten, mal heller, mal dunkler, mal bunter, mal eintöniger. Es kommt immer auf die eigenen Wünsche und Erwartungen an, mein Junge“

Wer gerne durch die Zeiten springt, tiefe Gefühle mag und der Liebe auf den Grund gehen will, der ist hier richtig.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 5 von 5 Möwen

Rezension: Die Farbe von Schmerz

Du zerstörst mein Glück!

„Die Farbe von Schmerz“ beschäftigt sich mit den Themen: Mobbing, Selbstzweifel, familiäre Gewalt und Vorurteile.
Romy ist junge elf Jahre alt, als ihre Mutter einen neuen Mann kennenlernt und schon bald mit ihm zusammen ein gemeinsames Leben aufbaut. Erst scheint alles gut zu sein, ihre Mutter ist glücklich, tankt neuen Lebensmut und dann geschieht es – ihm rutscht die Hand aus. Was am Anfang noch ein Ausrutscher war, wiederholt sich schnell immer wieder und als Romy siebzehn ist, ist das grausame Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.

„Sanft fahre ich mit den Fingern über den Fleck. Er hat die Form eines Schwans. Mit langem Hals und breitem Körper. Sein Schnabel reicht bis an meinen untersten Rippenbogen, die Schwanzfedern berühren meine linke Hüfte. Ein Kunstwerk in Blau-Lila.“

Aus Schlägen mit der Hand werden die Faust und Tritte.
Aus Sätzen werden verbale Misshandlungen.
Kein Raum ist sicher und keine Tageszeit.

Ihr Körper ist entstellt von blauen Flecken und die Seele gleicht einem zerrissenen Netz. Nichts, das sie auffängt und schützt. Nichts, das nicht schon kaputt wäre, denn ihre Mutter verschließt die Augen oder scheint garnichts davon zu wissen.

„Ich bin allein. Das weiß ich jetzt. Und ganz langsam reift ein Gedanke in mir. Eine fixe Idee, die ohne mein Zutun zu etwas großem heranwächst.“

Als ich dieses Buch in den Händen hielt und die ersten Seiten las, war ich gefesselt und erschüttert zugleich. Sofort leuchtete in meinen Augen Hass. Hass diesem Menschen gegenüber, der zu so etwas fähig ist. Der sein (Stief)-Kind schlägt und verbal erniedrigt. Die Gefühle in mir tobten und wurden von Kapitel zu Kapitel zu einem zerstörerischen Orkan.

A. L Kahnau hatte mich somit schnell in ihren Bann gezogen und mit ihrem Schreibstil die dunklen Seiten des Lebens ans Tageslicht gebracht. Themen die unter der Oberfläche brodeln, die sich durch Narben auf der Haut zeigen und kaum einer scheint diese Signale zu sehen – zu verstehen. Dinge, die vielleicht sogar in deinem Umfeld passieren können.

Romy ist ein liebenswürdiger und starker Mensch, der dennoch zerbrochen ist. Zerbrochen an der Hoffnung zu ihrer Mutter, zerbrochen am Mobbing von der Familie und durch Schweigen und stille Zustimmung überzeugt, dass sie wirklich ein schlechter Mensch sei. Zerbrochen an den Schlägen und an der Hoffnung, dass es das Gute im Menschen noch gibt.
Wer dies in frühster Kindheit erfährt oder sogar auch später, wird nie wieder der Mensch sein, der er mal war. Er wird dadurch geformt, ist geprägt von Selbstzweifeln und wird Spuren davontragen, die zu Krankheiten werden, wie Depressionen und Angstattacken. Krankheiten, die in der Gesellschaft als Irrglaube gelten und belächelt werden. Doch sind sie mehr als Hirngespinnste, denn sie sind Schmerzen und durch körperliche Symptome geprägt.

Des Weiteren werden hier Vorurteile aufgegriffen, wo Menschen am Rande der Gesellschaft leben und ausgegrenzt werden. Wo der erste Blick durch das Bild geprägt wird, dass sie ’nichts‘ sind und den Platz in unserem Leben haben, der von der Gesellschaft erschaffen wurde. Wenn man aber den Menschen mit seinem ganzen Sein erfasst, ist er facettenreicher und meist auch sozialer, als höher gestellte Menschen in der Gesellschaft.

A. L. Kahnau schafft Brücken und einen Blick hinter die Fassade. Dass ein Lächeln die Dunkelheit verbirgt. Dass Nähe Angst hervorrufen kann. Dass Geräusche Flashbacks verursachen können und dass man auf kleine Signale achten sollte, denn nur mit Liebe und Verständnis kann man Wunden heilen.
Vor allem aber zeigt sie auch einen Weg auf, aus dem Kreislauf auszubrechen. Nichts darf sich wiederholen und auch als Opfer hat man Rechte. Rechte, die einem vielleicht gar nicht so klar sind und vor allem aber hat man das Recht sich zu wehren und nicht schweigend alles hinzunehmen.

Körperliche und psychische Gewalt ist strafbar und sollte angezeigt werden.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 5 von 5 Möwen

Rezension: Die Verräter der goldenen Stadt

„Die Aufgabe unserer Zukunft wird darin bestehen, die Kosten für die Träume unserer Vorfahren zu begleichen. Nicht, sie weiter zu träumen.“


„Die Verräter der Goldenen Stadt“ ist eine recht düstere Dystopie, in der die junge Pru für eine bessere Zukunft für sich und ihre Brüder kämpft. Sie nimmt an der Auslese der Goldenen Stadt teil, um der eiskalten Welt voller Kälte, Schmerz, Hunger, Verrat und Angst zu entfliehen. Und der Weg bis zur Oase aus Wärme und Licht ist hart. Keinem darf sie verrtrauen – auch nicht Jakobe, der ihr eine Allianz anbietet. Scheinen seine Worte und Taten auch das Gegenteil zu versprechen, am Ende kämpft jeder für sich. Vor allem könnte er auch einer der Verräter sein, der im Auftrag der Städter andere Teilnehmer sabotieren wird.

Schon vom ersten Kapital an ist der Leser in der Geschichte drin und schon zeigt sich, wie hart die Aufgaben sein werden. Pru muss durch einen Eissee schwimmen und schafft es gerade so an Land zu kommen, da Jakobe sie unbeobachtet an Land zieht. Von da an, war ich schon misstrauisch ihm gegenüber und es sollte sich noch eine ganze Weile wiederholen.

Im rasanten Tempo geht es weiter, die Allianz wird vervollständigt und die unterschiedlichsten Gründe tun sich auf, um der kalten, harten Welt des vulkanischen Winters zu entfliehen.

Die Charaktere sind gut gewählt und es passieren spannende, unvorhersehbare Ereignisse, die den Leser in die Welt ziehen und beim Atmen die sprichwörtlichen Eiskristalle bilden lassen.
Und wie eisig es ist. Nicht nur die Tempraturen scheinen arktisch zu sein, sondern auch die anderen Teilnehmer. Jeder ist sich am nächsten, es gibt blutige Kämpfe, Verschwörungen, Hetzjagden, Verrat, Zusammenhalt und eine Auslese, die es in sich hat. Immer wieder ertappte ich mich dabei den Verräter enttarnt zu haben, nur um wenig später wieder am Anfang zu sein. Jeder hätte seine Gründe, ein Teammitglied zu eliminieren und daher finde ich die loyale Art von Pru herausragend. Sie hat wahrlich ein Kämpferherz. Egal wie schwer die Situation auch ist, sie hat Biss. Vor allem ihre Cleverness hat mich sehr beeindruckt. So schnell hätte ich vieles nicht erfasst. Und es gibt viele vernichtete Hinweise, falsche Fährten und auch Wetterbedingungen, die den Leser an den Rande der Erschöpfung bringen. Dies ist auch ein Punkt in der Geschichte, der die harten Prüfungen noch untermalt.

Wer aber meint, dass es das schon war, hat nicht die Rechnung mit der fantasievollen Autorin gemacht. Es gibt nämlich noch die Vergangenheit der Geheimorganisation namens Sunflake. Sie hat nicht nur einen Schatten auf Prus Leben hinterlassen, sondern scheint auch noch anwesend zu sein und vielleicht ihre Fäden zu ziehen.

„Sunflake mag deiner Mutter den Tod gebracht haben, aber zumindest hat sie ihr Leben an einen Traum verloren, nicht ihren Traum an ein Leben.“

„Sunflake mag deiner Mutter den Tod gebracht haben, aber zumindest hat sie ihr Leben an einen Traum verloren, nicht ihren Traum an ein Leben.“
Am Ende des Buches war selbst ich durch so manche Prüfung geschlittert und mit meiner Ausdauer am Ende. So temporeich wie es zugeht, konnte ich mir kaum eine Pause gönnen, denn ich wollte immer weiter lesen. Wer ist der Verräter? Reichen ihre Kräfte aus und wer überlebt? Ist Sunflake nur einem Traum hinterhergejagt und was planen sie noch? Hat Prue das richtige Bild davon oder sind es nur die verletzten Gefühle, die ihr den Blick trüben.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 5 von 5 Möwen

Rezension: Niemals zuvor Liebe

Wenn die Last zu groß ist und du daran zu zerbrechen drohst. Wie viel Kraft gibt dir die Liebe?

Drei Jahre, nach einer gescheiterten Beziehung und damit einhergehender unschöne Erinnerungen, wagt es Elli Schütze wieder mit den Männern. Sie tritt ein ins neue Zeitalter der Date-Plattformen und nimmt dennoch im Herzen einen Mann mit, der sie schon ein langes Leben lang begleitet. Nur Jetzt, sieht sie ihn noch anders: viel anders.

In die Protagonistin, konnte ich mich super hineinversetzen. Sie ist tollpatschig, sehr unsicher, da sie eine unschöne Vergangenheit hat und auch sehr naiv, da sie sich nach Gefühlen sehnt. Daher war es leicht, mich ihr verbunden zu fühlen und vor allem auch durch den intensiven Schreibstil der Autorin. Sie geht ins Detail, nimmt einen in jegliche Gefühlswelt mit und ist auch an anderen Stellen sehr detailliert, aber dazu später mehr.

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Rezension: Hannahs Traum


Mit dem Buch „Hannahs Traum“ von der Autorin Melanie Strohmaier springen wir im Traum zwischen Zwei Welten hin und her. Und dieser Wechsel gelingt ihr spielend leicht.

In Hannahs Welt begleiten wir Sie durch ihr Leben voller Schokolade, Kaffee und vielen Büchern, die sie mit ihrer liebenswerten – leicht verrückten, und umso sympathischeren, besten Freundin teilt. Es ist eine typische Freundschaft, die Höhen und Tiefen meistert, in der Zusammenhalt groß geschrieben und sich vieles anvertraut wird. Aber auch der Nachbar und ihr Chef sind mir sehr ans Herz gewachsen.

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Blogtour: Die Götterjäger

Herzlich Willkommen

Klappentext
In der gefühlslosen Vampirgesellschaft hat sich Ashlyn Evans ein Scheinleben aufgebaut, das ihr Überleben sichert. Bis sie Gabriel Blackburn kennenlernt, der eine Empfindung in ihr weckt, die sie längst zu vergessen geglaubt hatte. Doch Gefühle für ihn gefährden ihre Existenz. Dabei weiß sie noch nicht, dass hinter dem charismatischen Mann ein uraltes Wesen steckt, das weitaus gefährlicher als ein Vampir ist.

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Rezension: Glacies – Königreich der Kälte

Kiana ist in den Kerkern der Eiskönigin gefangen und fristet ihr Dasein im Dunkeln, obwohl sie eigentlich Thronerbin ist. Als eines Tages ausgerechnet die Eisprinzessin Skadi ihr zur Flucht verhilft, scheint sich das Blatt zu wenden. Sie tauchen bei Raik – dem verstoßenen Sohn der Eiskönigin – unter, erfahren von einer Prophezeiung und beschließen zu kämpfen. Für das Volk und die Krone. Doch die Wächter der Eiskönigin sind ihnen dicht auf den Fersen…

Als ich vom Buch und der Suche nach einem Bloggerteam erfuhr, war ich gleich Feuer und Flamme für die Eiszeit. Es versprach ein Lesevergnügen zu werden und eine leserische Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen.
Ein paar Wochen später hielt ich es in den Händen und war verzaubert. Die Farben kamen noch viel besser zur Geltung, obwohl die Fotos auf Instagram schon gigantisch waren, und mit der Innengestaltung untermalt, einfach ein Schmuckstück. Hier passt definitiv alles zusammen und erfreut das Leserherz. Liebe zum Detail.

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Rezension: Invalidum

Was wäre wenn du dein Baby bis ins kleineste Detail planen könntest und alle Krankheiten im Voraus ausgeschlossen werden könnten?
Genau damit beschäftigt sich die Geschichte von Phillippa Penn.
In Eugenica ist alles perfekt. Jedes Baby wird mit dem Gen-Design vor der Geburt perfektioniert und an das Standardaussehen angepasst. Die Individualität ist somit ausgestorben und dennoch wird es geschätzt.

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Interview: Lilly R. Weinberg

1. Wie ist die Idee zum Buch „Tausend bunte Sonnenstrahlen“ entstanden?

Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich wollte etwas schreiben ohne Magie und Fantasyelemente. Da ich gern Liebesromane lese, aber auch Geschichten mit Tiefgang, kamen nach und nach immer mehr Gedanken dazu. Ich wollte mit den Lesern reisen und wählte bewusst die Insel Sardinien. Ich liebe das Mittelmeer.

2. Warst du selbst mal vor Ort oder ist es in Planung?

Ich war drei mal als Kind/ Teenager auf der Insel und wünsche mir, sie irgendwann nochmal zu besuchen und meinen Kindern zu zeigen. So wie Emma die Überfahrt mit der Fähre erlebt, so ist es bei mir damals auch gewesen. Nur ohne den Rotwein

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Rezension: Mohnblütenträume

„Ich werde auf dich warten bis das Licht der Sterne erlischt. Bis ans Ende jeder Zeit“

Die göttliche Liebesgeschichte zwischen zwei verschiedenen Götterwelten ist super gelungen und das Zusammenspiel von Gegenwart und Vergangenheit hat es absolut abgerundet. Es fließt an den richtigen Stellen zusammen und man hat das Gefühl, als würde es das Hier und Jetzt umschmeicheln.
Zia ist gerade mit der Schule durch und will ihre Ferien genießen, bevor es zum Studium geht. Mit ihrer Freundin Charlotte verbringt sie die meiste Zeit und ihre Leidenschaft ist das „British Museum“. Immer wieder zieht es sie zur ägyptischen Ausstellung, während ihre Katze Cupcake ihr ständiger Begleiter ist. Nicht nur im Museum, sondern immer. Irgendwie süß.

Als sie eines Tages in der Ausstellung auf Morpheus und seinen Kumpel Eros treffen, beginnt sich ihre Welt zu verändern.
Wer sind diese beiden Typen und warum fühlt sich ihre Traumwelt plötzlich so real an? Vor allem aber, was sucht Morpheus immer wieder in ihrem Traum und warum fühlt es sich so perfekt/richtig an?

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