Rezension: Blut und Eis

Trêve ist junge 18 jahre alt und reist frisch aus London nach Grytviken zu ihrem Vater, der dort erfolgreicher Walfänger ist. Sie hasst dieses Job, weshalb sie sich davon auch distanziert. Und vor allem findet sie die Gegend öde. Begraben in Grytviken, am südlichen Ende der Welt. Viel zu sehr liebt sie die pulsierende Stadt und das Partyleben. Als sie dann aber auf Haya trifft, hofft sie endlich eine richtige Freundinn zu finden mit allem drum und dran. Doch ob es dazu kommt?

Ich fand die Geschichte vom ersten Moment an fesselnd. Nika hatte es wieder geschafft, mir ihre Hauptprotagonisten nah zu bringen und mich problemlos in die Geschichte träumen zu lassen.

Trêve, die in den Augen ihres Vaters nie richtig gewesen ist, weil sie kein Junge ist, hat mich sofort verzaubert. Sie ist trotz ihrer Abneigung gegen den Ort aufgeschlossen, stark und auch einfühlsam. Man kann sagen, sie hat das Herz auf dem rechten Fleck.
Haya hingegen ist eine Träumerin mit dem Hang zu Horrorvorstellungen. Manchmal wirkt sie kindlich und dann kommt sie doch wieder ganz schön aus ihrer Haut. Da passt das Sprichwort: Stille Wasser sind tief. Trotzdem kam bei ihr auch immer wieder der Beschützerinstinkt auf und ich dachte mir so oft: Mensch Mädchen, warum lässt du dir das alles gefallen?
Kendall ist einfach nur immer wieder am falschen Ort. Aber trotzdem mochte ich ihn. Er ist einfach liebenswert und ein wirklicher Kumpel.

Nika S. Daveron hat in dem Buch echt vieles vereint und ich finde, es ist mehr als nur ein Fantasyroman, denn er beinhaltet auch häusliche Gewalt an den eigenen Kindern, das Thema Analphabetismus, Horror in vielen Variationen und das Leben inmitten von Eis, so wie es früher und vielleicht auch heute noch stellenweise ist.
Vor allem wurde gefühlvoll geschrieben und ich merkte, wie die Autorin in ihrer Geschichte aufging, da die Träumereien wirklich ins Leben gerufen wurden und ich sie vor mir sah. Ich konnte die komplette Welt vor Augen sehen, die Gerüche empfangen, die Kälte auf der Haut spüren, mit den Nixen arbeiten und die Freundschaft erleben.
Anzumerken wäre noch, dass dieses Buch aus drei Sichten geschrieben wurde, es aber trotzdem gut verständlich war. Es war nicht zu viel und auch nicht zu wenig, sodass der Wechsel abrupt wirkte.

Und das Cover, ist wirklich zum Verlieben. Es ist deteilreich und zeigt eine nachdenkliche Trève, die gestylt ist (steht für London und das alte Leben) und in den Blautönen, sich perfekt in die Welt aus Eis und Schnee einfügt. Besonders gefallen hat mir aber die Krake als I-Punkt.

Ein Buch, wo ein Monster sein Unwesen treibt und Nixen unter Menschen leben. Wer zudem noch Tiefgang mag, ist hier gut aufgehoben.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch, bekommt von mir 4 von 5 Möwen

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