Rezension: BeastSoul: Sternenlicht

Ein Buch voller Zitate, lyrischen Ergüssen und einer Welt voller Zauber und Sternenglanz.
Ich habe es in 3 Tagen durch gehabt und ein Print gesellte sich zum E-Book.

Finya liebt es, zu lesen und Tee zu trinken. Zusammen mit ihrer Tante, bei der sie wohnt, ist es ein tägliches Ritual. Doch nie hätte sie damit gerechnet, auch mal Teil so einer magischen Geschichte zu werden. Eines stürmischen und regenreichen Tages bekommt sie die Offenbarung und entscheidet sich nach Nebula Asteri zu reisen, um in Arcanus, der Akademie für Beasttamer, ihre elementaren Kräfte zu erlernen und zu kontrollieren. Und nicht nur das, sie trifft dort auch auf ihren Beast, Leonèl, der wahrlich das Biest in Person ist.

‚Tante Anni drehte sich zu ihr um. Sie sah aus wie das blühende Leben, so als wäre sie goldbraun aus dem Toaster gesprungen. Finya war eher das Marmeladenbrötchen, das mit der bestrichenen Seite auf dem Boden lag und hoffte, niemals aufstehen zu  müssen“

Das Buch fing schon gut an und ich habe mich sofort darin wiedergefunden. Bücher und Tee. Eine Kombination nach meinem Geschmack. Freunde in Büchern zu haben, die spannensten Abenteuer zu erleben und in der Realität dies zu versäumen. Finya war mir entsprungen und hatte durch Juliana Fabula ihre Rolle in BeastSoul bekommen. Genau so kam es mir vor.
Und wie dieses Buch einen fesselte und mit Zitaten bereicherte. Sie waren teils auch noch so schön märchenhaft verpackt, ohne kitschig zu wirken oder den wahren Kern zu verlieren. Juliana hatte es echt auf Anhieb mit ihrem Debüt geschafft.

„Finya schluckte, ein klein wenig kam die Angst zum Vorschein, lugte um die Ecke in ihrem Inneren und wollte es sich dort gemütlich machen. Doch sie schob sie dorthin zurück, woher sie gekommen war.“

Finya war mir wirklich ans Herz gewachsen und ich bestaunte ihre Kraft. Sie nahm den Wandel perfekt hin, konnte gleich Freundschaften knüpfen und Stärke beweisen. Sie ließ sich wahrlich nicht unterkriegen, zeigte an den richtigen Stellen Feingefühl und stand für das ein, was sie wirklich wollte und liebte. Mit ihr ließ es sich perfekt ins Abenteuer stürzen und die kurzen Augenblicke, wo aus der Sicht von Leoèl erzählt wurde, waren super abgestimmt und rundeten das Buch ab.

 „Seelen harmonieren und wenn dies der Fall ist, dann werden sie von den Sternen erwählt und bilden Teams“

Die ganze Welt in diesem Buch war so schillernd, dass es mir die Sprache verschlug. Eine Welt voller Magie, Sternen, Liebe, Freundschaft und Feinden. Und alles zusammen harmonierte perfekt.
Ich konnte mir die Welt perfekt vorstellen, in der Finya aufgewachsen war und wo sie Freundschaften schloss und die Liebe fand.
Die Charaktere waren ausgereift, hatten eine kurze Geschichte und bauten zusammen ihre eigene auf.
In diesem Buch war wirklich nichts, was mich hinderte weiter zu lesen oder den Lesefluss kurzzeitig zum erliegen brachte.

„Dream as if you live forever. Live as if you only have today“

Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf die Folgebände und werde dieses Buch jedem empfehlen, der ein wenig mit den Sternen träumen und magische Momente erleben möchte.

Dieses Buch bekommt von mir 5 von 5 Möwen

Rezension: Das Ministerium der Welten

Wer früher gerne Gostbusters geschaut hat, wird sich hier gut aufgehoben fühlen, denn die Autorin hat noch ein paar Schippen oben draufgelegt.

Überall auf der Welt gibt es Risse, durch die Geister reisen, und River Fields und Norrick Lynch sind sogenannte Geisterjäger und arbeiten fürs Ministerium. Das Ministerium verfügt über verschiedene Bereiche: Technik, Wissenschaft, Sammlung, Jagd und Archive.
Melody Hampton, eine aufstrebende Detectivin, wird eines Tages zu einem Tatort gerufen und findet eine merkwürfige Leiche, die so gar nicht ’normal‘ ist und schaltet deswegen das Ministerium ein, welches für übernatürliche Fälle zuständig ist. Zusammen arbeiten sie an dem Fall und es kostet sie viele Nerven.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und man muss diesen Schreibstil einfach mögen. Ich selbst hatte keine Probleme damit, da die Passagen nicht zu lang waren und nicht zusammenhanglos wirkten.
Es fügte sich gut zusammen und riss einen nicht aus der Geschichte.
Hin und wieder ging es echt brutal zu und man muss starke Nerven haben und einiges ab können. Luzia hat echt nicht mit Details gespart und eine Gruselkulisse geschaffen, die schon in den Horrorbereich geht.

Ich fand es gut, da es keine gewöhnliche Geistergeschichte ist, sondern auch Detektivgeschichte, was das ganze besonders macht.
Die Hauptprotagonisten haben eine ausgereifte Story, die handlungsorte sind gut beschrieben und ich finde es auch gut, dass die Nebenrollen nicht ‚leer‘ ausgehen, sondern auch zu greifen sind. Ich habe viel über sie erfahren und konnte mir ein Bild von denen machen.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥


Dieses Buch ist ein super Einstieg in die Welt des Ministeriums und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Deswegen bekommt es 4 von 5 Möwen

Rezension: Die Seelenspringerin: Abgründe

In diesem Buch geht es düster zu und zwar so ganz anders, als man es von Vampirgeschichten kennt.
Tess springt unkontrolliert in magische Wesen und beobachtet aus deren Sicht die Szenerie, die sich ihr bietet. Meistens sind es Gewaltverbrechen, die Tess in eine Zwickmühle bringen. Nicht nur, dass sie in einer gewissen Art und Weise das Verbrechen ausübt, nein, in ihr toben auch die unterschiedlichsten Empfindungen, denen sie sich stellen muss und die belastend sind. Zudem will sie diese Gewalttaten aufklären, nur wer wird ihr glauben?

Das neue Cover hatte mich sofort fasziniert. Es zeigt Tess, wie sie aus dem Körper gezogen wird und die Magie nur so knistert. Es hat etwas sinnliches und auch mystisches. Sehr gute Wahl, denn es beschreibt die Handlung des Buches ganz gut.

‚Irgendwann hatte sie entdeckt, dass es sie ablenkte, neue Rezepte auszuprobieren, die Zutaten sorgfältig abzuwiegen, zu vermengen, zu kneten und zu rühren und schließlich das Ganze kunstvoll mit selbst geformten Figürchen und Dekorelementen zu verzieren. … Diese Sache half ihr, sich normaler zu fühlen und schon bald war sie gut darin geworden.

Tess ist eine Frau, die sehr zurückgezogen lebt und sich auch innerlich – von allen zwischenmenschlichen Beziehungen – distanziert hat, was ein sozaiales Miteinander mit sich bringt. Ihre Gabe macht sie zu einer gewissen Außenseiterin, denn wenn sie in ein Wesen springt, spricht sie detailiert laut aus, was sie sieht. So hat sie auch keine Freundschaften, hält sich von der Familie fern und geht nur in ihrer Leidenschaft, dem Backen auf, wo sie sich normal fühlt und von allem abgelenkt wird, was sie beschäftigt.

Die Autorin beschreibt Tess‘ Gefühlswelt gut und ich konnte mit ihr richtig mitfiebern und alles mitempfinden. Den Zwiespalt, die Einsamkeit, die Verwirrungen und die Gefühle, die eigentlich nicht sein sollten.
Generell fand ich die Story richtig gut, denn sie ist so anders als die typischen Vampirgeschichten. Man merkt, dass die Autorin sich Gedanken gemacht und selbst etwas erfunden hat, was es meiner Meinung nach noch nicht gab. Abgerundet wird es mit kriminalistischen Recherchen, welche der Story noch einen gewissen Kick geben.
Die Geschichte las sich flüssig, hatte viele Spannungsbögen und eine gute Gefühlswelt, die es mir ermöglichte ein Teil von Tess zu sein.
Die Nebencharaktere waren gut ausgereift, spannend, hin und wieder nicht leicht zu durchschauen und ich war Fan von Gail geworden.

Ich bin gespannt auf den nächsten Teil und kann dieses Buch jedem empfehlen, der mehr möchte, als nur eine typische Vampirstory.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch, bekommt 4 von 5 Möwen

Rezension: Sternensommerküsse

Dieses Buch ist ein typischer Jugendroman, auch wenn die Hauptprotagonistin schon 19 Jahre alt ist. Der Schreibstil und auch die Ausdrücke, sind tpisch jugendlich und ich würde es auch dieser Zielgruppe ans Herz legen.

Es beginnt mit einem Discobesuch, bei dem Nelly auf Marten trifft, der ihr irgendwie bekannt vorkommt. Nach einem Tanz und Unterhaltungen ist sie irgendwie in ihn verliebt und wie das Schicksal so will, treffen sie in einem Jugendcamp (dank Nellys Bruder) wieder aufeinander…

„Im Mittelpunkt zu stehen, bin ich nicht gewohnt. Deshalb habe ich mir eine beste Freundin gesucht, die nicht so ein Mauerblümchen ist wie ich: damit ich mich hinter ihr verstecken kann.“

Nelly hat mich irgendwie etwas an mich erinnert, als ich 19 Jahre alt war. Sie ist unscheinbar und wächst doch auch über sich hinaus, wenn es die Situation erfordert. Einzig und allein ihre aufbrausende Art hatte ich nicht so gut beherrscht. Sie kann ihrem Schwarm weiß machen, was ihr absolut nicht passt, wo ich hingegen, nur vor mich hin gelitten hätte.
Auch die typische Naivität ist super erzählt. Man ist zwar schon 19, aber die Erfahrungen des Lebens werden häppchenweise serviert. 😉 So auch in ihrem Ferienjob, der ihr einiges  abverlangt und sie reifer werden lässt. So muss sie sich z.B. vor ihren ‚Schäfchen‘ behaupten, die nur 2-3 Jahre jünger sind.

Marten hingegen war mir am Anfang nicht ganz sympathsich und ich hatte die Befürchtung, dass er nur vor seinen Kumpels der nette Tp ist und hintenrum eher weniger. Aber ob dem so ist, müsst ihr selbst in Erfahrung bringen.

Gut fand ich auch, dass die ganzen Nebenprotagnoisten keine leeren Hüllen waren, sondern auch ihre Story hatten. Sie reichten von typisch Grenzen austesten bis gut erzogen und hatten die Geschichte immer wieder erfrischt.

Sandra Pulletz hat mit diesem Buch eine schöne Geschichte erzählt, die sehr realitätsnah ist und nicht überzogen. Der Schreibstil ist schon passend gewählt, nur hätte ich ihn nicht an jeder Stelle gewünscht. Manchmal wirkte es zu viel des guten.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch, bekommt 4 von 5 Sterne

Rezension: Same Love – Nur mit Dir

               In your eyes I am not the one I wish to be
               In your eyes I am someone else.
               The one I pretend to be.
               Not the One that is me.
               Not the one to say: you and me

Sam ist mit ihrem Freund Robin zusammen, mit dem sie seit Kindertagen befreundet ist und fühlt sich dennoch nicht erfüllt. Die großen Gefühle, von denen alle reden, wollen sich einfach nicht einstellen und sie fragt sich nach dem warum, bis die neue Mitschülerin Romy den Klassenraum betritt. Mit einem mal zeigen sich Gefühle, die sie noch nie erlebt hat. Alles scheint es mit einem Mal zu geben, nur was macht es mit ihr? Darf es sein?

 

Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Nicht nur, weil ich Homobücher gerne lese, sondern auch, weil mich die Bilder im Kopf verzaubert hatten. Ich las dieses Buch und sah alles vor mir. Es kribbelte in meinem Bauch, lies mich träumen und eine Gänsehaut zog sich über meinen Körper.

 

‚Romy hatte mein Leben wie ein Erdbeben über den
haufen geworfen und ich versuchte jetzt
aus den Trümmern, meines Fundaments etwas neues zu erbauen.‘

‚Romy war wie eine Droge, die ich neu entdeckt hatte
und von der ich immer und immer wieder würde kosten wollen,
ganz gleich, ob ich mich und mein Umfeld damit zerstöre.‘

 

Sam hatte mich gefangen genommen und Romy hat mir imponiert.
Romy war so cool und lässig, dass ich mir wünschte, so auch mal gewesen zu sein. Wobei, noch ist es ja noch nicht zu spät. 😉 Sie betritt den Raum, lässt Blicke an sich abprallen, wie ein frisch poliertes Auto die Regentropfen. Sie hat einen Augenaufschlag, der einen bis tief in die Seele blicken lässt (oh ja, so kam es bei mir an) und sie war so einfühlsam und stark. Eine kleine Kämpferin, mit weichem Kern.

Sam erlebte alles neu. Was Liebe mit einem macht, was Anfeindungen mit einem machen, im Mittelpunkt zu stehen, eine intakte Beziehung zu führen und wenn Fassaden zu brökeln anfangen. Sie hat plötzlich Gedanken, die sie nie zu denken erhoffte.
Sie stand gegenüber von Rebellen und blieb stark (…) dem Stum zum Trotz.
Selbst Rückzugsorte, scheinen rar gesät zu sein.

 

In diesem Buch geht es um so viel mehr, als um die erste Liebe, jahrelange Freundschaften und den Schulaltag. In diesem Buch vermischen sich Gesellschaften, zeigen, was Fassade ist, und was wirkliche Elternliebe bedeutet. Getreu meinem Motto: Bildung ist nicht alles und der Schein ist meist nur der Schatten der Seele.

Die Autorin hat tiefgreifende Probleme der Gesellschaft angesprochen und auch Liebe erweckt, die tief und rein ist. Die mehr ist, als die Hand zu halten, wenn die Sonne scheint, sondern auch, bei Sturm und allen Widerständen, die sich auftun können. Vor allem fand ich es schön zu lesen, dass Liebe auf den Grund der Seele blicken kann und man vor einem nackt ist, obwohl man meint, die Mauern hoch gefahren zu haben.

 

Mich hat dieses Buch bis auf den Grund meines Seins ergriffen. Es ist so wunderschön geschrieben und hat so einen tollen Kern. Ihr müsst es unbedingt lesen.
Und danke, dass es mal ein richtig schönes, dickes Buch gibt mit lesbischer Liebe.

 

Einziger Wehrmutstropfen war nur, dass der Cliffhänger ein Kapitel zu spät kam. 😀 Hätte schon an der Haustür sein können. 😉 Wenn ihr das Buch lest, wisst ihr was ich meine.

 

Dieses Buch bekommt volle 5 Möwen

Rezension: Tage wie Türkis

„Lesen ist wie erleben. Will ich die Geister von damals allen Ernstes aus ihrem Verlies locken und sie aus der Vergangenheit mitten ins Jetzt beschwören?“

May. Ihr Tagebuch. Plötzlich hat Amy es wieder und die Vergangenheit, taucht in die Zukunft ein.
Was macht das Glück in den Momenten, in denen man es am allerwenigsten ist? Wie wird man überhaupt glücklich? Und wo sind sie hin – die Tage, wie Türkis?
Amy setzt sich nun mit dem Tagebuch auseinander und auch mit sich selbst, denn nun liegt es an ihr, was sie mit der Vergangenheit macht. Wird sie die verarbeiten können und was beedutet das für die Zukunft?

In diesem Buch sind so viele Fragen drin, die ich mir selbst auch immer wieder stelle. Was macht die Zukunft mit mir? Kann ich mich auf sie freuen und was will ich dort erleben? Was macht die Vergangenheit mit mir? Umarmt sie mich noch immer, oder liege ich in ihren Fesseln am Boden?
Dieses Buch ist eine immer wieder kehrende Frage und sogleich auch eine Antwort. Mich hat es dermaßen hinterfragt und auch Leitsätze geschenkt, die ich tief in mir verankert habe und die mich in der Zukunft leiten werden.

„Es gibt Tage, die sind wie Zwiebeln. Man geht ihnen Schicht für Schicht auf den Grund und was übrig bleibt, ist zum Heulen.“

Die Autorin hat es geschafft, lyrisch zu schreiben, die Themen des Lebens einzufangen und in diesem Buch zu verewigen. Ich muss zugeben, das ich am Anfang erst meine Zeit brauchte, da es so komplett anders geschrieben wurde, aber dann wurde es Seite um Seite besser und ich konnte mich dem hingeben und mit den Zeilen dahingleiten.
Es ist schon für Leser gedacht, die mit den Tiefen der Gedanken umgehen können. Die stabil sind und die für sich Anregungen suchen, das Leben zu begreifen. Die sich hinterfragen wollen und die bereit sind, an sich zu arbeiten.

Diese 140 Seiten, haben mich gefesselt, nachdenklich gestimmt, einen Weg aufgezeigt und lyrisch beschwingt.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Ich gebe dem Buch volle 5 Möwen

Rezension: Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen

Alessa und Nico sind beste Freunde. Eines abends gehen sie zusammen nach Hause und sehen bei Nicos Oma Licht. Als sie nach dem Rechten schauen, unterhält sich die Oma lautstark mit einem Mann. Die Situation eskaliert und die Oma bittet um Hilfe. Alessa und Nico sollen das magische Buch zu suchen, durch welches sie, als sie es finden, in eine fremde Welt katapultiert werden. Ab dem Moment ändert sich alles. Sie müssen magische Fähigkeiten erlernen, einer Prophezeiung gerecht werden und können erst anschließend in ihre Welt zurück.

Die beiden Hauptprotagonisten Alessa und Nico haben keine Hintergrundgeschichte, was ich sehr schade fand. Auch wurden sie nicht detalliert dargestellt, wie das Aussehen, Charakterzüge, wie sie Freunde wurden, was sie für Hobbys haben usw. Sie hatten einen Namen, aber mehr auch nicht. Nur durch das Cover, hatte ich einen gewissen Eindruck von den Beiden, was für ein Buch definitiv zu wenig ist.

Der Schreibstil war mir nicht flüssig genug. Es wurde zu oft: sagte und sagt geschrieben, was alles irgendwie stocken lies. Auch waren die Sätze selten miteinander verbunden und irgendwie… Ja, es war nicht rund. Ich hätte es mir flüssiger gewünscht und für das sagen etc, andere Synonyme. Erwiederte, antwortete, entgegnete, flüsterte, schrie u.s.w. Da gibt es eine ganze Palette.


Die Handlungsorte waren hingegen schon mehr aussagekräftig und ich hatte gerade bei den Zasos ein wunderschönes Bild vor Augen. Auch die Räumlichkeiten waren gut ausgeschmückt.

Insgesamt hat das Buch bestimmt Potenzial, nur ist es nicht gut genug genutzt worden. Für einen Erstling aber wiederum schon ganz gut. Die Story war lang, es gab eine gute Idee und Talent ist definitiv vorhanden.
Das Cover hingegen ist genial. Es zeigt die magischen Fähigkeiten, umreist die Handlung und man sieht die beiden Hauptprotagonisten.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch, bekommt von mir 3 von 5 Möwen

Rezension: Wenn die Nacht stirbt und dein Herz aufhört zu schlagen

Du liebst es zu lesen und auch Briefe? Dann bist du hier genau richtig, denn es ist ein Buch, welches aus einzelnen Briefen besteht, die aber so geschrieben wurden, das man gar nicht lange den Eindruck hat, nur Briefe zu lesen. Echt außergewöhnlich und gut.

Für Read ist es ein ganz gewöhnlicher Schultag, bis plötzlich eine Chooserin ihr gegenübersteht und sich die glühenden Brandzeichen in Reads Haut brennen, um ihr Leben zu verändern. Nun würde sie gejagt und ausgestoßen werden, wenn sie sich nicht mit ihr in ein Hexeninternat begibt und die neugewonnenen Fähigkeiten zu beherrschen lernt. Doch das ist nicht alles, denn Geheimnisse, Alpträume und Chaos, bestimmen den neuen Altag.

>Auf einmal hatte ich die Chance auf richtige Freunde. Nicht die Art von Freunden; wie Emma gewesen war, sondern Freunde, auf die ich mich im Ernstfall verlassen konnte, wenn mir jemand das Leben schwer machte.

Taranee, deren Art eine beruhigende Wirkung auf jeden in ihrer Umgebung hatte.

Lora, die jeder verzwickten Situation etwas Gutes abgewinnen konnte und die mich mit ihrem Gerede von meinen Gedanken ablenken konnte, wenn ich zu viel grübelte.

Jonathan, von dem ich bei seiner besonnenen Art nicht glauben konnte, dass er erst zwanzig und damit zwei Jahre älter war as ich. Der Fels in der Brandung.

Jaimeie, der 15-jährige, ungeschickte Junge mit den hellblauen Augen, der mich immer wieder an seinen Bruder erinnerte und uns alle zusammenschweißt.

Mel, die alles für mich war, weil sie genauso handelte wie ich. <

Und mit diesen Freunden, begibt sich Read auf eine Mission, die alles auf den Kopf stellt. Wer ist der Feind und wer ist der Freund?
Begebt euch mit Read in ein gefährliches Abenteuer und lüftet den Schleier.

Lisa Lamp hat es in ihrem Debüt geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die, mich von Anfang an gefsselt hatte. Nicht nur, weil ich seit über 20 Jahren selbst Briefe schreibe und gerne lese, nein, auch weil sie so unfassbar gut geschrieben ist, das man trotz Briefe, ein Buch vor sich hatte und die Geschichte erlebte. Die Verwirrung, wo sich ihr Leben änderte, bis hin zu der Liebe und dem Leben in Freundschaft. Ich war nicht nur eine Leserin von Erzählungen, sondern mitten drin.
Ganz tolles Buch und klare Kaufempfehlung!

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dueses Buch bekommt 4 von 5 Möwen

Rezension: The broken Ones – Die Vergangenheit in dir

> „Granny, Mum hat mir gesagt, dass jeder Mensch im Leben ein Geschenk, ein Test oder eine Strafe ist.“ Ich schüttelte verhemmt den Kopf. „Nein Liebes, jeder Mensch ist ein Geschenk. Aber es gibt trotzdem einen Unterschied: Das eine nimmt man dankend an, das andere wirft man in den Müll und überlässt es dort seinem Schicksal.“ <

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen und enden soll, weil so viele Zeilen dazwischen passen, die ich auf alle Fälle erwähnen möchte. Dieses Buch ist einfach richtig tiefgründig und wenn du noch nicht all deine Emotionen in deinem Leben ausgelebt hattest, dann spätestens jetzt. Ich konnte vor einer Seite noch schmunzeln und auf der anderen, war ich den Tränen nahe, während die darauffolgende mich schon in Tränen ausbrechen lies, bevor der Satz beendet war. Es ist wirklich richtig ergreifend und jedes Kapitel für sich eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

>Weil ich es nicht ertragen kann, wenn Menschen mich von etwas abhalten wollen.
Weil ich es nicht ertragen kann, den Schmerz und ihre Angst in ihren Augen zu sehen.
Ryan und ich sind uns in dem Punkt ähnlich – wir laufen vor Menschen davon, die sich um uns sorgen.<

Cat (Cathrine) tat mir so Leid und ich wollte sie immer wieder in den Arm nehmen. Sie ist so eine tapfere Frau, die einfach ihre Liebe unter dicken Lagen eines Pokerfaces vergraben hat und deren Mauern höher sind, als sie in den Himmel blicken kann. Nur ihrem guten Freund und ihrer besten Freundin vertraut sie sich an und selbst da sind einige Kapitel ihres Lebens hinter Schloss und Riegel.

Ich finde es so bewundernswert, wie die Autorin Jo B. Shannon die Worte wählt und wie sie zwischen Einsamkeit, Liebe, Sehnsüchten, Ängsten, Wut und Trauer wechselt, dass es einen in Mark und Bein erschüttert, weil man so mit der Protagonistin mitlebt, als würde man selbst alle Mauern fallen lassen und sich versuchen zu öffnen, obwohl man eigentlich nur Leserin dieser Geschichte ist.

Ryan, der ein knallharter Soldat ist, der strategisch sein Leben ausgerichtet hat und nicht vom Weg abweicht, der hat plötzlich so eine sanfte Seite (…) und lernt sich selbst näher kennen, was er nie für möglich gehalten hätte.

Es sind so bewegende Zeilen… Ich weiß gerade wirklich nicht, wie ich weiter schreiben soll, weil eigentlich jeder Satz nicht das ausdrücken könnte, was dieses Buch ausmacht. Ihr müsst es einfach wirklich selbst lesen.

Fazit:
Es ist so viel mehr als ein Buch, denn es ist auch ein Wegweiser. Mein zweites Jahreshighlight 2018.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt volle 5 Möwen

Rezension: Insertion: Eine verhängnisvolle Nacht

Ariana ist Kadettin, liebt die Berge, ihrer Heimatwelt, und nennt sie die ’schroffen und gefährlichen Massive‘. Da sie sich noch in der Ausbildung befindet, um später Captain der Schlachtflotte zu werden, war sie viele Monate an Bord des Schlachtkreuzers ‚Schwarze Nacht‘, um Grundlagen der Astronavigation zu lernen. Nun verbringt sie aber ihren Urlaub in der alten Heimat – dem Planeten Acheron, der um zwei rote Zwergsonnen kreist und von der Spannung und Aggressionen durch andere Kolonien unberührt ist. Nur was ihr da widerfährt, hätte sie sich in den kühnsten Träumen nicht ausgedacht.

>Die Menschheit hatte sich in den letzten fünfhundert Jahren viele Sonnensysteme Untertan gemacht.<

Dieses Buch ist etwas für Science Fiction Fans, um es gleich mal zu kategorisieren. Es beeinhaltet z.B. ein Holo – Armband, wodurch Ariana vernetzt ist, welches vergleichbar mit einer Smartwatch ist, nur eben mit ein paar Extras mehr. Gespickt ist es aber auch mit viel erotischem Material (da hat sie sich was besonderes ausgedacht) und einer gewaltigen Bildkulisse, die dieses Buch ‚Insertion: Eine verhängnisvolle Nacht‘ von Eliza Stark zu einem Leseerlebnis der besonderen Art macht.

Der Schreibstil ist flüssig und man liest diese Kurzgeschichte gut weg. Anmerken muss ich nur, dass ich die Gedankengänge nicht in Häkchen gesetzt hätte, da es für mich wirkte, als würde Ariana Selbstgespräche führen. Ansonsten ist die Geschichte ausgereift und ich war von der Beschreibung der Schauplätze wirklich verzaubert. Galaktisch gut.

Das Cover zeigt die wichtigste Szene des Buches: Ariana umgeben von Tentakeln. Es ist eine sinnliche Pose, die für die Erotik im Roman steht, wobei Tentakel, die intimsten Körperregionen bedecken. Der Hintergrund zeigt den Schausplatz – die Region der ausschlaggebenen Szene, und insgessamt ist es recht düster gehalten, was wirklich stimmig wirkt.

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen eine Kurzgeschichte zu schreiben, in der Science Fiction und Biologie sich vereinen und etwas Nachvollziehbares erschaffen.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 4 von 5 Möwen