Rezension: Same Love – Nur mit Dir

               In your eyes I am not the one I wish to be
               In your eyes I am someone else.
               The one I pretend to be.
               Not the One that is me.
               Not the one to say: you and me

Sam ist mit ihrem Freund Robin zusammen, mit dem sie seit Kindertagen befreundet ist und fühlt sich dennoch nicht erfüllt. Die großen Gefühle, von denen alle reden, wollen sich einfach nicht einstellen und sie fragt sich nach dem warum, bis die neue Mitschülerin Romy den Klassenraum betritt. Mit einem mal zeigen sich Gefühle, die sie noch nie erlebt hat. Alles scheint es mit einem Mal zu geben, nur was macht es mit ihr? Darf es sein?

 

Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Nicht nur, weil ich Homobücher gerne lese, sondern auch, weil mich die Bilder im Kopf verzaubert hatten. Ich las dieses Buch und sah alles vor mir. Es kribbelte in meinem Bauch, lies mich träumen und eine Gänsehaut zog sich über meinen Körper.

 

‚Romy hatte mein Leben wie ein Erdbeben über den
haufen geworfen und ich versuchte jetzt
aus den Trümmern, meines Fundaments etwas neues zu erbauen.‘

‚Romy war wie eine Droge, die ich neu entdeckt hatte
und von der ich immer und immer wieder würde kosten wollen,
ganz gleich, ob ich mich und mein Umfeld damit zerstöre.‘

 

Sam hatte mich gefangen genommen und Romy hat mir imponiert.
Romy war so cool und lässig, dass ich mir wünschte, so auch mal gewesen zu sein. Wobei, noch ist es ja noch nicht zu spät. 😉 Sie betritt den Raum, lässt Blicke an sich abprallen, wie ein frisch poliertes Auto die Regentropfen. Sie hat einen Augenaufschlag, der einen bis tief in die Seele blicken lässt (oh ja, so kam es bei mir an) und sie war so einfühlsam und stark. Eine kleine Kämpferin, mit weichem Kern.

Sam erlebte alles neu. Was Liebe mit einem macht, was Anfeindungen mit einem machen, im Mittelpunkt zu stehen, eine intakte Beziehung zu führen und wenn Fassaden zu brökeln anfangen. Sie hat plötzlich Gedanken, die sie nie zu denken erhoffte.
Sie stand gegenüber von Rebellen und blieb stark (…) dem Stum zum Trotz.
Selbst Rückzugsorte, scheinen rar gesät zu sein.

 

In diesem Buch geht es um so viel mehr, als um die erste Liebe, jahrelange Freundschaften und den Schulaltag. In diesem Buch vermischen sich Gesellschaften, zeigen, was Fassade ist, und was wirkliche Elternliebe bedeutet. Getreu meinem Motto: Bildung ist nicht alles und der Schein ist meist nur der Schatten der Seele.

Die Autorin hat tiefgreifende Probleme der Gesellschaft angesprochen und auch Liebe erweckt, die tief und rein ist. Die mehr ist, als die Hand zu halten, wenn die Sonne scheint, sondern auch, bei Sturm und allen Widerständen, die sich auftun können. Vor allem fand ich es schön zu lesen, dass Liebe auf den Grund der Seele blicken kann und man vor einem nackt ist, obwohl man meint, die Mauern hoch gefahren zu haben.

 

Mich hat dieses Buch bis auf den Grund meines Seins ergriffen. Es ist so wunderschön geschrieben und hat so einen tollen Kern. Ihr müsst es unbedingt lesen.
Und danke, dass es mal ein richtig schönes, dickes Buch gibt mit lesbischer Liebe.

 

Einziger Wehrmutstropfen war nur, dass der Cliffhänger ein Kapitel zu spät kam. 😀 Hätte schon an der Haustür sein können. 😉 Wenn ihr das Buch lest, wisst ihr was ich meine.

 

Dieses Buch bekommt volle 5 Möwen

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