Rezension: Goulard Saga, Episode 2

Ich bin von dieser Geschichte wirklich hin und weg und freue mich immer wieder auf die Fortsetzung. Die Goulard Saga ist düster, fesselnd, mystisch und real erscheinend, sodass man einfach weiterlesen muss und die Tage bis zur Forsetzung zählt.

Was mir gleich zu Anfang gefallen hat, war die Charaktervorstellung auf den ersten Seiten und die dazugehörige Zeittabelle. So hat der Leser gleich die Chance den Anschluss zu finden, sollte Episode 1 nicht mehr so gut im Gedächtnis sein. Echt super gelöst.

„Du kennst mich. Ich bin ein gläubiger, offener Mensch und außerem überzeugt davon, dass es Übersinnliches gibt. Aber ich gebe mich nur mit dem Lichtvollen ab und meide alles Negative, damit ich die vollkommene Harmonie leben kann.“

In dieser Episode hat Eonie wirklich zu kämpfen und ich hätte an ihrer Stelle schon die Nerven verloren. Nicht nur dass sie Nebelgestalten sieht, die eigentlich gar nicht da sein dürften, nein, sie hat auch noch mit Thorsten zu kämpfen und sieht schattenhafte Dämonen mit roten Augen.
Wer würde da nicht an sich zweifeln? Auch ihr geringes Selbstbewustsein macht diese Gegebenheiten nicht gerade besser. Als sie sich auch noch ihrer Tante anvertraut, die eigentlich für solche Geschehnisse offen ist, erfährt sie ein Detail von ihrer Mutter, das sie weiterhin an sich selbst zweifeln lässt. Ist das alles wirklich real?

In diesem Teil gefällt mir Eonie ebenfalls sehr gut und ich hatte das Gefühl alles aus ihren Augen zu erleben, was wirklich an dem Schreibtalent von Anna liegt und der Welt, die sie erschaffen hat.
Thorsten hingegen bleibt mir immer noch ein Rätsel und ich habe meine Ahnung 2x über Bord geworfen und bin gespannt, wer er nun wirklich ist. Auch Ursa lässt mich rätseln und der kleine Einblick auf Episode 3 macht mich fast rasend. Ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht.

 

„Ein Dornröschenschlaf umhüllte sie wie eine schwere Samtdecke, gewoben aus Dornen und seichten Träumen…“

Annas Schreibstil lässt keinen Wunsch offen und ich fragte mich immer wieder, ob diese Geschichte nicht wirklich passiert ist. Sie ist so detailgetreu, fesselnd und real geschrieben, dass man dies wirklich vermuten könnte.
Auch die Welt aus der Sicht von den Weinsteins, Marybeth und Peter, passt hervoragend dazu, da es die ganze Geschichte abrundet, mit weiteren Fragen löchert, Geheimnisse wiederum aufdeckt und einfach noch weiter spannend macht.

Ich kann die Goulard Saga wirklich jedem empfehlen und ich hoffe, sie berreichert mich nun viele Monate.

 
 

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 4 von 5 Möwen

Rezension: Fluch der Elemente: Die Krieger von Luft und Wasser

„Die Krieger von Luft und Wasser“ ist der zweite Teil der Reihe „Fluch der Elemente“ von Lilyana Ravenheart.
Und ich finde, er schließt nahtlos an Teil 1 an.
Amira und Lyra können endlich ihr Liebesglück genießen und schweben auf Wolke 7. Nur leider scheint dies nicht lange anzuhalten, denn schon wartet erneut Ärger, nämlich Hel. Die Totengöttin plant Asgard zu zerstören und die Götter zu vernichten. Können sie dem entgegen treten?
Ich fand es wundervoll, endlich den zweiten Teil lesen zu können. Mich hatte der Schreibstil schon in Band 1 gepackt und auch hier, hatte ich nichts anzuzweifeln. Er ist so wunderschön lyrisch und ich mag ihn einfach.
Die Hauptprotagonisten und auch Nebencharaktere hatten hier einiges einzustecken und auch die neuen Rollen waren gut verteilt. Ich mochte die nordischen Götter (bin ja im Herzen ein Nordlicht) und sie gaben zu der ganzen Geschichten ein stimmiges Bild ab. Einzig was mich störte und dennoch der Bewertung keinen Abbruch gab, ist, das ich noch ein wenig mehr Nervenkitzel und Bosheit mir gewünscht hätte. Da es aber trotzdem stimmig war, ist es kein Kritikpunkt an sich. Ich glaube auch, das es vielleicht nicht ganz so zur Geschichte gepasst hätte.
Da das Ende doch noch einige Fragen offen lässt und ich mir eine Fortsetzung wünsche, warte ich nun auf Band 3.

Klare Kaufempfehlung. Ein Buch für Zwischendurch und Lust auf mehr.

Dieses Buch bekommt 4 von 5 magischen Blättern

Rezension: Legenden von Keopra: Die Farbmagie

„Jede Magierin hat eine spezielle Farbe und damit zugehörige Fähigkeit, die sie auszeichnet.“

Es gibt die grüne, heilende Magie und die kann vielfältig eingesetzt werden.
Es gibt die rote Magie. Sie ist für Flammen zuständig.
Es gibt die blaue Magie, mit der kann man das Wasser z.B. gefrieren lassen und den Wind beherrschen.
Es gibt die orange Magie und mit der kann man Wärme erzeugen.
Es gibt die gelbe Magie. Mit ihr kann man ein Schutzschild errichten.
Es gibt die violette Magie und mit der lassen sich Gegenstände bewegen.
Es gibt die weiße Magie. Mit ihr kann man alle Gefühle von Lebewesen beeinflussen.

Diamantia erhält endlich ihre Magie von den Göttern. Nichts hatte sie sich mehr ersehnt als das. Denn nun kann die Farbmagie wirken und das Ritual wird vollzogen.

Das Cover lässt auf viel Magie schließen, aber letzendlich ist es nicht dazu gekommen. Der Klappentext versprach einen Inhalt, dessen Beginn aber erst am Ende des Buches kam und auch nur mit ein paar Zeilen. Schade darum.

An sich war die Geschichte ein schöner und ausgiebiger Epilog, der viel Potenzial hat. Ich fand die Idee mit der Farbmagie klasse und Diamantia scheint auch mit einer Überdosis Energie ausgestattet zu sein, aber an Spannung mangelte es. Es war eben nur ein guter Einstieg in eine Geschichte, die wohl erst in Band 2 Fahrt aufnehmen wird.

„Die Wärme der orangenen Fähigkeit ist sanft, zärtlich und umhüllt die Menschen wie einen kuscheligen Mantel, wenn sie frieren – ganz wie die Sonne es vermag.“

Der Schreibstil ist locker leicht, jugendlich, bildgewaltig und teils auch lyrisch. Ich empfand ihn als warm und aussagekräftig. Man merkt, wie die Autorin in der Geschichte aufgeht und sie liebt. Es ist keine oberflächliche Geschichte, sondern geht sehr ins Detail. Die Magie ist wunderschön beschrieben und detailreich. Ich denke, so wird die Reise auch beschrieben werden und darauf freue ich mich schon.

Die Charaktere scheinen noch spontan, etwas kindlich und aufgedreht zu sein, wie es sich für Teenys der Altersklasse 14-16 gehört, aber nicht für 18. Einzig der Charakter von Damion, scheint schon altersgerecht zu sein, wobei Ruby auch ein wenig weiter ist als Dia.

Nichtsdestotrotz, ist dieses Buch ein schöner Einstieg und ich hoffe, dass Teil 2 so wird, wie es für dieses Band gedacht war.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 3 von 5 Sterne

Rezension: Die Grimm-Chroniken – Der goldene Apfel

Tränen verschleierten ihren Blick, als sie ihm den goldenen Apfel aus der Hand nahm. Der Schein des Feuers spiegelte sich in seiner glänzenden Oberfläche.
»Bis bald«, flüsterte sie, bevor sie den Mund öffnete und in die Frucht biss.

PicsArt_08-18-03.38.50-1140x641Das Sommerloch ist vorbei, trotz Septemberwärme und ich konnte nun endlich wieder durchstarten. Natürlich hatte ich auch einen Apfel dabei, da das Cover dazu einlädt.

Der Schreibstil konnte mich wider absolut überzeugen, denn er ist wie gewohnt spannend, flüssig und auch emotional. Man möchte einfach immer wissen, was wohl als nächstes passiert.
Auch in diesem Band wird oft zwischen den verschiedenen Zeiten und Sichten gewechselt, was das Ganze spannen und abwechslungsreich macht.

Insgesamt hat mir das Buch wieder wirklich gut gefallen, denn es ist unglaublich spannend und noch weiß man nicht, was als nächstes passieren wird. Bei ein paar Szenen hätte ich mir gewünscht, dass sie etwas länger wären, aber das wäre wohl bei der Seitenanzahl schwierig geworden.

Es ist notwendig, die vorherigen Teile gelesen zu haben.

Rezension: Aésha im Land des Waldes

Aésha ist Waise und flieht vor der Zwangsehe. Sie möchte auf keinen Fall verheiratet werden. Als sie dann eines nachts Briefe ihrer Mutter auf dem Dachboden findet, nimmt sie all ihren Mut zusammen und reist nach Elandor, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Als Aésha nach einer abenteuerlichen Reise endlich ihr Ziel erreicht, offenbart sich noch ein Geheimnis. Sie ist eine Magierin. Zusammen mit ihren neuen Freunden erlernt sie dort ihre Fähigkeiten und gerät auch in Gefahr.

Aésha hat mir sofort gefallen. Ich weiß auch nicht, schon alleine der Name und dann ihre komplette Art. Sie ist willensstark, sagt was sie denkt, handelt intuitiv und doch richtig und sie liebt ihre Falkendame Maru, was ich als Tierliebhaberin eh klasse finde.

Auch ihr Reisebegleiter Java hat mich von Anfang an überzeugt. Hier und da dachte ich zwar mal: Hmmm er kam schon plötzlich, aber seine Art war einfach liebenswürdig und ich hatte den Eindruck, er ist auch wie ein Vater für sie.

Von ihrer Freunden war ich auch begeistert, weil es endlich mal ein Jugendroman war, der eben nicht so typisch ist. Hier zeigt sich Reife (ohne zu erwachsen zu wirken) anstatt des Zickenkrieges und überdrehten Handelns. Es ist richtig gut gewählt und passt auch zur Geschichte, die eben nicht nur typisch Fantasy ist, sondern zur Thematik passt.

Ab Aéshas Ankunft in Elandor fängt nämlich der andere Kern der Geschichte an und es beginnt mit der Tiefe des Buches. Es geht nicht nur um die Offenbarung ihrer Stärke, sondern es zeigt sich auch viel über die Machtverteilung im Land und Diskriminierungen unter dem Volk. Hier hat Johanna B. Becking einen Punkt angesprochen, der auch im wahren Leben weit verbreitet ist und hier seinen Platz gefunden hat, um darauf aufmerksam zu machen.

Die Welt rund um Aésha ist gut ausgearbeitet und lässt doch auch Raum für die eigene Vorstellung.
Die Spannungsbögen sind hier gut aufgeteilt und ich finde ihre Kreativität sehr ansteckend, was hier und da auch mal eine Gänsehaut entstehen lässt.

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und es zog auch als Print bei mir ein.

Dieses Buch bekommt 5 von 5 Sterne

Rezension: Der Dämonenprinz und Ich

Eine wirklich große Kurzgeschichte, die nur vor Humor strotzt.

„Und du bist?“ Er überging meine Spitzzüngigkeit mit gnadenloser Ignoranz.
„Chloe Sanchez, die beste Privatdetektivin des Blocks…“


Chloe arbeitet als Privatdetektivin und ist gerade in ihrem Fall vertieft, als der Dämonenprinz höchstpersönlich vor ihre Füße fällt. Erst erkennt sie ihn gar nicht, nimmt ihn verwundet im Auto mit und schon bald bringt er Chaos in ihr Leben und Gefühle, mit denen sie nicht gerechnet hat.

Ich las von Johanna B. Becking schon Aésha und war von ihrem Debütroman absolut begeistert. Man merkte dem gar nicht an, dass es ihr Erstling war. Nun kam diese Kurzgeschichte heraus und ich bin absolut begeistert von dem doch anderen Schreibstil. Es ist so komplett anders als Aésha und überzeugte mit dem spritzigen Humor, der auch zu Chloe passt und sie auszeichnet. Mit diesem Buch hat sie wirklich eine Fantasy-Komödie erschaffen, die gerne weiter geschrieben werden könnte.

Die Geschichte hatte vielleicht nicht viel Tiefe oder zeichnet sich nicht besonders aus, aber sie ist gut geschrieben und eine gute Lektüre für Zwischendurch, wenn man einen Durchhänger hat. Durch die bunte Mischung von einer ziemlich tollpatschigen und sarkastischen Halbdämonin Chloe, einem depressiven Engel (fand die Idee genial) und einer Fee, war es doch recht außergewöhnlich und sorgte für viele Lachtränen. Dieser Humor… Ich muss immer noch lachen. Herrlich.
Positiv anzumerken ist noch, dass diese Kurzgeschichte nicht gerade knapp 100 Seiten hat, sondern schon als wertiges Buch daherkommt. Und da alles gut zusammenspielte, hab ich auch nichts vermisst.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 4 von 5 Möwen

Rezension: Fluch der Elemente: Die Schwestern von Feuer und Erde

Dieser Auftakt macht Lust auf mehr und hat Potenzial.

Als erstes hat mich das wunderschöne Cover angesprochen, welches wirklich zum Träumen einlädt. Es zeigt die Hauptprotagonistin Lyra und einen Rabenflügel, den man auf den Künstlernamen der Autorin zurückführen kann oder zum Raben, der Teil der Geschichte ist.

Lyra mochte ich von Anfang an sehr. Sie beherrscht das Element Feuer und dies beschreibt auch gut ihre Persönlichkeit. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Amia, die das Element Erde beherrscht, ist sie die Temperamentvollere und findet in ihrer Schwester den Gegenpol, der sie erdet.
Die beiden Charaktere sind aussagekräftig beschrieben und ich mag ihre tiefe Verbindung, was bestimmt nicht nur daher rührt, dass sie Schwestern sind.
Im Laufe der Geschichte reifen sie heran und werden zu erwachsenen Damen, die einen Teil der Vergangenheit hinter sich lassen und die Zukkunft willkommen heißen.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig zu lesen. Er verleitet einen dazu, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen und die Beschreibungen der Orte geben ihr Übriges. Sie sind bildgewaltig und lassen einen förmlich eintauchen. Ich konnte die drei Welten direkt vor mir sehen und wollte gar nicht mehr auftauchen. Bin da echt gespannt wie es weiter geht.

Im Großen und Ganzen merkt man gar nicht, dass es ein Debütroman ist und ich habe wirklich nicht viel anzukreiden. Schade fand ich nur, dass Amia ein wenig mit Myrkvi im Vordergrund stand und ich auch gerne mehr über Aleksi erfahren hätte und Kaarina.

Dieses Buch bekommt 4 von 5 Möwen