Rezension: Zwischen uns die Sterne

Ich muss aufhören, mir Dinge zu
wünschen, und anfangen, sie
zu verwirklichen…

Everett, Cameron und Aiden sind unzertrennliche Freunde. Sie machen alles zusammen und haben im Camp ihr Zuhause gefunden. Der geheime Ort der dreien ist allerdings das Baumhaus. In ihm werden Wünsche auf Sterne geschrieben und sie schwören sich immer beste Freunde zu bleiben.

 

Als Everett aber ins Ausland geht um dort Leben zu retten, verstirbt Aiden und er kann keinen Abschied nehmen. Was bleibt ist ein Brief und Cameron. Wie wird es ihm nach seiner Rückkher ergehen? Wie geht Cameron damit um? Immerhin fühlte sie sich in allem allein gelassen.


Es war mein erstes Buch der Autorin und ich kann sagen, dass es nicht das letzte gewesen ist. Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und sie greift Themen auf, die sie wundervoll verpackt. Allerdings hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht und nicht so viel hin und her zwischen Everett und Cameron. Auch hätte ich mir mehr über die gemeinsame Vergangenheit von Aiden und Cameron gewünscht, wie sie die harte Zeit gemeistert hat und was alles Everett im Ausland erlebt hat und nachhaltig in die Tiefe zieht. Da ist doch vieles offen und sie hätte das Thema: Mit offenen Karten spielen nicht so in die Länge ziehen brauchen. Denn das Ende war dann doch recht schnell geschrieben.


Ansonsten fand ich die einzelnen Kapitel klasse, in denen der Leser die Jugend und den Beginn der Freundschaft erleben konnte. Es war genau richtig und nicht zu viel oder zu wenig. So hatte ich ein gutes Bild vor Augen und musste nicht ewig lange Rückblenden lesen, die die Gegenwart in leichte Vergessenheit geraten lassen.

 

Niemand versteht wie es ist, wieder hier zu sein.
Wie es ist, nichts mit seiner freien Zeit anfangen zu können
und sich stattdessen ständig schuldig zu fühlen,
wegen der Menschen die man nicht retten konnte.
Wie es ist, permanent in einem Alptraum gefangen zu sein,
in dem jeder Gedanke und jede Erinnerung eine
Filmrolle ist, auf der alles versammelt ist, was
du je verbockt hast.

Das Thema „Posttraumatische Belastungsstörung“ ist sehr feinfühlig aufgegriffen worden und führt vor Augen, was manche Menschen leisten… Nicht nur im Einsatzgebiet, sondern auch das, was sie mitbringen und in sich verarbeiten müssen. An dieser Stelle, ein großes Lob an die Autorin.


Es gab viele Stellen, an denen ich mich in Gefühlen wiederfand, die mich nachhaltig beschäftigt haben. Den Tod des besten Freundes per Brief zu erfahren, ihm vorher nicht helfen zu können, die dadurch entstandenen Schuldgefühle und das Gefühl, nicht Abschied nehmen zu können, ist nicht gerade leicht. Ich selbst hab ähnliches erlebt und weiß, was es mit einem macht.


Ich kann es jedem empfehlen, der von allem etwas braucht, aber nicht auf zu viel Tiefgründigkeit hofft, wie es der Klappentext vermuten lässt.

 

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 4 von 5 Möwen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s