Rezension: Licht über dem Wedding

Agnes und ihr Vater leben in einem Hochhaus im Wedding in Berlin. Hannah zieht als Neuling mit ins Haus und trägt den Stempel, ein Püppchen zu sein. Sie scheint das Leben zu leben, welches Agnes sich wünscht. Doch hinter der Fassade scheint es weniger glänzend zu sein…

Wenn man ins Buch einsteigt, geht es gleich rasent zu. Es herrscht Gewalt und lebensmüde Posen, für ein perfektes Foto. Da muss der Leser einiges weckstecken. Andererseits zeigt es auch das Leben von Wolf, Agnes und Hannah, was die momentane Situation aus ihnen macht. Man möchte aus seinem Leben ausbrechen, Ängste rufen Notlösungen hervor und die Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln. Alles Dinge, die im wahren Leben passieren und einen Ursprung haben. Dies zu ergründen und zu hinterfragen, oft übersehen wird.

So wie man im wahren Leben vielleich wegschaut, weil es schwierig erscheint und man beim Lesen oft denkt: Lohnt es sich hier dran zu bleiben, ist es auch mit diesem Buch. Es ist zu Anfang hart, aber mit jedem Kapitel wachsen einem die komplexen Charaktere ans Herz und man schaut in die Tiefe der Seele.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Hannah, Agnes und Wolf geschrieben und sehr schonungslos. Es zeigt, wie es in gewissen Vierteln Berlins vorgeht, was hinter den Fassaden lauert und das man auch mal zweimal hinschauen sollte. Nichts ist immer nur schlecht, kein Glanz hat nur die schöne Seite, viele Handlungen sind aus Angst passiert und vor allem ist dieses Buch sehr anregend… Es hinterlässt Eindruck, zeigt dem Leser Schattenseiten und auch Handlungswege auf.

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