Interview: Sarah Short

Liebe Zeilentaucher,

heute habe ich die liebe Sarah für euch. Ihr Buch habe ich innerhalb 3 Tage verschlungen und da dachte ich mir, ich stelle sie euch mal vor.
Danke für deine Zeit. 🙂

unterschrift

1. In deinem Buch „Mein Herz in deiner Welt“ geht es um eine Zeitreisende. In welche Zeit würdest du gerne reisen wollen?

Tatsächlich sollte es zuerst um Zeitreisen gehen, doch dann bin ich davon abgewichen, allein schon wegen des Zeitreiseparadoxons. Könnte ich aber in der Zeit zurückreisen, gäbe es viele Epochen, die mich interessieren, besonders aber die Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. auf das 20. Jahrhundert oder die Sechzigerjahre bis Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts. Es wäre toll, mal auf ein Beatles-Konzert zu gehen.

2. Gibt es in deinem Leben einen Punkt, den du gerne nochmal erleben möchtest? War er schön oder möchtest du etwas daran ändern?

Einfach auf Wiederholung drücken würde ich bei der ersten Zeit mit meinem Mann, auch bei einigen Episoden aus meiner Kindheit. Verändern würde ich eventuell die Wahl meines Studiums, vielleicht wäre ich nicht so lange aus Heidelberg weggezogen. Und ich hätte meinen Opa noch einmal besucht, bevor er gestorben ist. Ich konnte mich nicht verabschieden.

 

3. Wie ist die Idee entstanden, dass es verschiedene unterschiedlich entwickelten Paralleluniversen gibt?

Die Theorie von Paralleluniversen gibt es tatsächlich. Ich habe sie nur für meine Geschichte abgewandelt. Damit umging ich das Zeitreiseparadoxon und ich persönlich finde die Vorstellung unglaublich spannend, nur eine Version von vielen zu sein.

 

4. In dem Buch „Hekates Erbe: Der Schlüssel zur Welt“ geht es um Diesseits und Jenseits, Himmel und Hölle. Würdest du sagen, dass es beides gibt? Glaubst du an den Himmel und einer Hölle?

Ich glaube, dass uns die Toten nicht verlassen. Diesseits und Jenseits sind für mich nur zwei Seiten derselben Medaille, durch faktische Grenzen wie Leben und Tod getrennt, nicht durch geographische. Mit Himmel und Hölle ist es schwieriger. Himmel und Hölle sind für mich in der Welt und in den Menschen. Der Himmel steht grob gesagt für die lichte, gute Seite, die Hölle für die dunkle, böse Seite. Es sind also nicht direkt Orte, auch wenn ich als Christin daran glaube, dass irgendwann das tausendjährige Friedensreich anbricht. In der Fantasyliteratur wird oft Metaphysisches zu Physischem, so wie in Hekates Erbe. Also sind Himmel und Hölle Orte und ihre Vertreter besuchen die Erde.

 

5. Würdest du gerne ein Medium sein wollen? Mit Geistern Kontakt aufnehmen zu können, wäre bestimmt spannend.

Manchmal habe ich mir das vorgestellt. So könnte ich mit Menschen sprechen, die ich vermisse und nicht mehr mit ihnen reden kann, weil sie tot sind. Oder von Menschen aus der Vergangenheit etwas über ihre Zeit erfahren. Andererseits würde ich mich vielleicht auch davor fürchten.

 

6. Wenn du auf einen Geist treffen würdest, was wäre die erste Reaktion? Würdest du dich selbst hinterfragen oder dir glauben, auch wirklich keine Illusion vor dir zu haben?

Vermutlich würde ich erst hinterher darüber nachdenken, ob es wirklich eine Illusion war. Als erste Reaktion würde ich vermutlich davonlaufen.

 

7. Fluch oder Segen? Die Gedanken anderer Leute wie ein offenes Gespräch verfolgen zu können.

In meinem Beruf als Lehrerin würde mir es manchmal helfen zu wissen, was tatsächlich in den Köpfen meiner Schüler vorgeht. Ob sie das Thema verstanden haben oder nicht, zum Beispiel. Andererseits will ich gar nicht alles wissen, was andere denken.

 

8. Welche Buchprojekte sind für dieses Jahr noch geplant?

Zunächst erscheint der zweite und letzte Teil von „Hekates Erbe“, nämlich „Hekates Erbe – Der Schlüssel des Himmels“. Außerdem habe ich eine weitere Geschichte aus dem Hekate-Universum abgeschlossen. Vielleicht wage ich mich in den Sommerferien an eine neue Geschichte.

 

9. Wieviel Recherche musst Du i.d.R. für ein Buch betreiben?

Das ist schwierig zu beantworten. Ich recherchiere alles, worüber ich nicht hundertprozentig Bescheid weiß. Das können Orte, Entfernungen, Straßennamen, Daten oder Sagen und Mythen sein. Gerade bei den Paralleluniversen hoffe ich, dass ich trotz viel Nachlesen keine Tatsachen verdreht habe.

 

10. Was möchtest Du Deinen Lesern mit Deinen Büchern vermitteln?

Meine Heldinnen machen sozusagen ihren Stiefel und scheren sich nur zu einem Teil darum, was Andere von ihnen halten. Dabei sind sie keine unsympathischen Trolle, die anderen Menschen das Leben schwer machen, sondern im Gegenteil Mädchen und Frauen, die gegen den Strom schwimmen wollen oder müssen und daran wachsen. Man darf Mut zeigen und für sich einstehen, gerade als Frau. Wie Sting so schön gesungen hat: „Be yourself – no matter what they say.”

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