Interview: Sarina Louis

Liebe Zeilentaucher,

heute habe ich „Sarina Louis“ für euch interviewt und ich hoffe, ihr findet in ihr eine neue Autorin für euch. 🙂 Ich denke, ihr Buch ist sehr lesenswert. Zumindest ist es nun auf der Wuli gelandet.
Lieben Dank für deine Zeit, Sarina.

unterschrift

1.Dein Debütroman „Blackstone Jordan“ ist noch recht frisch draußen. Wie lange hast du die Idee mit dir rum getragen, bis sie den Weg auf’s Papier fand?

Das waren ein paar Monate, bis ich angefangen habe, meine Gedanken umzusetzen. Am Anfang war da nur die Idee eines Mannes in meinem Kopf, der schon eine Tochter hat, die fast erwachsen ist. Wenn ich sonst Romane mit alleinerziehenden Vätern gelesen habe, waren es meisten kleine Kinder. Irgendwann traute ich mich dann, die ersten Worte aufzuschreiben, einfach, weil ich mal testen wollte, ob überhaupt etwas Produktives dabei herauskommt. Und so ist die Geschichte von Kapitel zu Kapitel gewachsen und hat sich selbstständig gemacht. Im Gegensatz zu den meisten Liebesromanen wollte ich mal was anderes ausprobieren, weshalb ich hauptsächlich aus Männersicht schreibe. Nur ein paar wenige Kapitel sind aus Frauensicht.



2. Gab es auch mal Durststrecken, oder war der Schreibprozess recht flüssig?

Zwischendurch habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob ich weitermachen soll. Ich kann mich an drei Monate erinnern, an denen ich den Laptop nicht ein einziges Mal zum Schreiben geöffnet habe. Das Gefühl hat einfach nicht gestimmt und plötzlich habe ich einige Kapitel hintereinander weggeschrieben. Wenn ich vor dem geöffneten Dokument sitze und nicht direkt den nächsten Satz im Kopf habe, macht es keinen Sinn weiterzuschreiben. Dann kann es aber auch passieren, dass ich nachts um drei aufstehen muss, um zu schreiben, damit meine Gedanken nicht verschwinden.

3. In dem Buch geht es um einen frühen Verlust zu verarbeiten, schnelles erwachsen werden und eine neue Liebe. Meinst du, man trifft die wahre Liebe nur 1x im Leben?

Das ist eine schwere Frage. Ich bin tatsächlich immer noch mit meiner Jugendliebe zusammen. Über 20 Jahre gehen wir zusammen durch Dick und Dünn und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er mal nicht mehr ist. Bei allem, an das ich mich erinnern kann, war er dabei und wir haben wirklich schon gute wie schlechte Zeiten hinter uns gebracht. Trotzdem weiß man nie, was die Zukunft noch für einen bereithält. Mein Bruder wurde mit 44 Witwer und für ihn steht fest, dass er niemals wieder jemanden in sein Herz lassen wird, aber ich weigere mich zu glauben, dass nicht jeder auch ein zweites Mal die Chance auf Liebe im Leben bekommt.

4 Zitat: Warum sind die unkomplizierten Weiber die, die wir nicht wollen und die Frauen, denen wir verfallen sind, machen uns das Leben zur Hölle. Ein Zitat, welches oft zum Leben erwacht. Meinst du, wir suchen uns unbewusst immer wieder solche Kandidaten aus, weil wir das einfach im Leben brauchen?

Alles andere wäre doch langweilig, oder? Es gibt Momente, da könnte ich meinem Mann den Hals umdrehen. Trotzdem liebe ich ihn trotz oder gerade weil er manchmal ein Arsch sein kann. Es würde mich vielmehr nerven, wenn er mir immer nur jeden Wunsch von den Augen abliest und mir nach dem Schnabel reden würde.

5. Würdest du einen wilden Kater an deiner Seite ertragen können und deine Krallen selbst mal ausfahren, oder würdest du ihn bändigen wollen?

Meine Mutter hat schon immer gesagt: Ein Mann macht eine Frau und eine Frau macht ein Mann. Natürlich passt man sich ein bisschen einander an, aber ich würde niemals wollen, dass ein Mann sich komplett für mich ändert. Denn ich möchte ja auch, dass er mich so liebt, wie ich bin. In einer Beziehung muss jeder auch mal seine Krallen ausfahren dürfen, finde ich. Und wenn es mal kracht, reinigt das die Luft.

6. Was ist der wahre Inbegriff von Liebe für dich?

Liebe ist: Den anderen so zu akzeptieren, wie er ist. Immer für ihn da zu sein. Sich immer die Wahrheit zu sagen und in guten wie in schlechten Tagen alles durchzustehen. Und manchmal merkt man erst, wie wichtig die andere Person ist, wenn man sie fast schon fast verloren hat.


7. Was würdest du jungen Menschen mit auf den Weg geben, wenn sie dieses Schicksal gerade durchleben müssen?

Es gibt immer einen Morgen. Aber weine, trauere und halte die Person, die du verloren hast in Erinnerung. Familie und Freunde ist das Wichtigste.

 

8. Amy ist recht rebellisch. Kannst du sagen, sie hat auch was von dir?

Ganz ehrlich? Nein. Ich war selbst eigentlich sehr umgänglich in meiner Jugend und hoffe, dass meine Kids mich auch nicht in den Wahnsinn treiben werden. Aber das werde ich dann erst sehen, wenn es so weit ist.

9. Kommt dieses Jahr noch Band 2 raus? Was kannst du deinen Lesern schon vorab darüber erzählen? Im Augenblick bin ich wirklich gerade im Schreibfieber und kann versichern, dass der zweite Teil definitiv noch im Sommer 2019 erscheinen wird. Was danach kommt, kann ich allerdings noch nicht sagen. Wir werden sehen, doch im Kopf habe ich noch einige Ideen für meine Jungs und Mädels aus Blackstone auf Lager. Im zweiten Teil wird es um Sam gehen, den Bruder von Jordan, denn es stand für mich von Anfang an fest, dass dieser Chaot seine eigene Geschichte braucht.

10. Dein Lieblingszitat zum Thema Liebe und Leben?

Warum Opa und Opa immer noch zusammen sind? Weil sie in einer Zeit groß geworden sind, in denen man Dinge noch repariert hat, anstatt sie wegzuwerfen.

 

 

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