Rezension: War of Wolves

Kira ist anders und das merkt sie immer wieder. Sie fühlt sich unverstanden. Nicht nur im Dorf, sondern auch in ihrer Familie. Dass sie kein gewöhnliches Mädchen ist, weiß sie, aber es immer wieder zu spüren, ist eine Herausforderung. Ihr fehlt der Rückhalt und die Dazugehörigkeit. Vor allem auch nachdem ihr bester Freund verschwunden ist. Jeder meint, er sei tot, aber ihre Gefühl sagt ihr etwas anderes.
Zudem möchte sie eine Kriegerin werden. Sie will für ihr Land kämpfen, für ihre Leute und einen Platz im Männerteam. Dafür ist sie zu allem bereit und dieser Wunsch treibt sie voran.

Als ihre Reise beginnt, lernt man eine Rebellin kennen, die sich zu behaupten weiß und dennoch noch jung und unerfahren ist. Sie weiß, was sie will, muss aber noch in dem ganzen Chaos sich selbst finden. Vieles arbeitet in ihr und treibt sie voran, aber es gibt auch Abzweigungen, innere Dämonen und Verhaltensmuster von Außen, die sie hindern.

Es gibt mehr als nur Hass, Liebe in allen Faccetten, die manchmal wirklich im harten Kontrast des Krieges stehen und immer wieder Rückschläge. Kira muss einiges einstecken und hat mit Fenk dennoch einen Hauptmann an ihrer Seite, der wirklich mit Leib und Seele dabei ist. Viele Entscheidungen sind am eigenen Leibe spürbar und ich habe mit beiden gelitten, gelebt und abgewogen, wie man da am besten handeln könnte. Man ist als Leser wirklich live dabei.

Das so eine gewaltige Szene von einer Frau geschrieben wurde und auch in diesem Buch Platz fand, hat mich echt überrascht. Vieles war sehr detailliert und hätte ein Drehbuch eines Kriegsfilms gleichen können. Wow.

Vor allem aber hat die Spannung bis zum Ende angehalten. Viele Charaktere sind mit ihren Handlungen immer wieder undurchsichtig geworden, andere wiederum überraschen positiv und es gibt da diese eine Verschwörung…
Gut finde ich auch, dass die Liebesgeschichte keinen großen Raum einnimmt und man wirklich die Stationen von Kira ungestört miterleben kann. Ich denke, wenn die Geschichte mehr Raum gehabt hätte, wäre das große Hauptgeschehen eher in den Hintergrund gerückt und das wäre Schade gewesen.

Kiras Weg zu begleiten hat mich erfüllt. Ich habe vieles daraus mitgenommen und war immer wieder erstaunt, zu was Kira fähig ist. Sie wird nach der bestandenen Prüfung in einen Krieg gezogen, erleidet Verluste, erlebt ein Schlachtfeld, muss lernen, dass spontane Handlungen Folgen fürs gesamte Team haben und dennoch zerbricht sie durch ihren starken Willen nicht. Widerstände sind ihr Sprungbrett und das imponiert mir. Generell das ganze Buch, mit all der Düsterheit und Licht.


Dieses buch bekommt 5 von 5 Möwen

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