Rezension: Vergiftet

Wenn Trübsinn die Welt beherrschte, würde die Melancholie den Seelen
ihre Lebendigkeit rauben, und den Platz der Intelligenten, derer, die etwas erreichen wollen, würde zusammenschrumpfen wie eine beschissene Sardinenbüchse.

20190713_143252Eliza zieht aus ihrem Leben aus und lässt die böse Stiefmutter, die Stiefschwester und ihren Vater zurück, um in der siebenköpfigen WG ihres Kumpels ein Neues zu beginnen. Durch den Job im Il Mondo kommt sie unter Leute und in neue Probleme.

Dieses Buch fängt ganz normal an und man hat gar nicht das Gefühl, dass es eine Märchenadaption ist. Und genau dies macht es gerade, zumindest für mich, so spannend. Dieser Wechsel und die neue Perspektive, haben für mich einen ganz besonderen Reiz.  Zwar lässt die Stiefmutter und die WG es erahnen, wenn man sich halbwegs mit Märchen auskennt, aber mehr auch nicht. Und dann ging es ab der Hälfte los. Die Spannung schlich sich ein, gefolgt von den ersten Märchenelementen. Die Wandlung begann, es wurde richtig und ich saß nur da  und dachte: Wow. Die Geschichte nahm richtig Fahrt auf und ich entdeckte in Mary neue Seiten, die ich ihr gar nicht zugetraut hätte. Von dem schüchternen, liebevollen Mädchen war nichts mehr zu sehen und es wurde eine junge Frau, die für ihre Liebe einstand, für die Gerechtigkeit und ihren neuen Freunden. 

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Rezension: Zwischen uns das Leben

20190629_131554Holly ist ein Engel auf Erden. Sie rettet auserwählten Menschen das Leben und unter anderem auch Erics. Nur warum ist sein Name unterstrichen? Schon als sie ihn das erste Mal sah, war da diese Verbundenheit. Ihre Herzen schlugen im selben Takt und immer wieder spürt sie mehr bei ihm. Doch kann und darf aus dieser tiefen Verbundenheit auch Liebe werden? Denn nicht nur Holly hat ein Geheimnis, welches dieses Band mit einem Schlag zerreißen könnte.

Dieses Buch habe ich angefangen und plötzlich waren auch schon 25% gelesen. Es verging wie im Flug und war so federleicht, wie auf Schwingen dahingleitend. Schon zuvor hatte ich von Nicole Beisel ein Buch gelesen und da ich noch eines auf dem Reader hatte, musste ich es unbedingt anfangen. Und was soll ich sagen? Ich war wirklich wieder gefangen. Nicole schreibt einfach grandios. Gefühlvoll, spannend und nicht nur an der Oberfläche kratzend

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Rezension: Herz in Seenot

„Wer aufgibt verliert. Und ich war schon immer ein schlechter Verlierer.“

20190627_141701Melissa lebt auf Malibu und betreibt mit ihrem Vater eine Strandbar. Eigentlich könnte das Leben dort so schön sein, aber ihr Herz ist gebrochen und sie kann die Nähe des Meeres nicht mehr ertragen. Zu schwer lastet das Schicksal auf ihr, das dieses ihr das Liebste genommen hat, was es gibt. Und genau auf den Tag, ein Jahr später, tritt ein Mann in ihr Leben, der die Wellen in ihr zum Tosen bringt. Mal sind sie seicht und umschmeicheln ihr Herz und dann brechen sie an deren Wänden und ziehen sie strudelartig runter.

Was soll ich sagen? Dieses Buch ist eine Kurzgeschichte mit Auswirkungen.

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C. R. Scott plaudert über unveröffentlichte News

2019-06-08 15.06.19

Wenn man mich fragt, was es bei mir so Neues gibt, dann lautet meine Antwort eigentlich immer: den nächsten Liebesroman. Dadurch, dass ich viele Stunden am Tag schreibe und darin recht routiniert bin, gibt es oft ein neues Projekt, an dem ich arbeite – und immer ist der aktuelle Roman mein Lieblingswerk. Von dem Roman, an dem ich gerade schreibe, habe ich noch niemandem erzählt, denn ich habe ihn erst vor wenigen Tagen begonnen und bin noch damit beschäftigt, mich mit dem Eigenleben der Figuren auseinanderzusetzen. Diese Dynamik, die trotz aller Planung immer wieder aufkommt, finde ich gar nicht schlecht, denn in dem Fall hilft sie mir sogar beim Plotten.

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Rezension: Holding on to you – Mavis und Henry

20190624_172605Mavis lernt einen jungen Mann im Internet kennen und verliebt sich in ihn. Alles ist so anders und in ihren Augen dennoch besonders. Sie redet es sich schön und merkt nicht wie gefährlich es doch ist. Dabei ist sie dabei sich selbst zu verlieren…

In diesem Buch merkt man sehr deutlich den Werdegang des Schreibens. Fing es am Anfang noch sehr jugendlich an, ging es gegen Ende in das Erwachsen sein über. Man konnte die Reife wirklich beobachten und das fand ich gut. Ich denke, dieses Buch wurde über einen längeren Zeitraum geschrieben und das macht es so spannend. Nicht nur die Entwicklung von Mavis, die mit ihren 19 Jahren noch sehr jung ist, sondern auch der Schreibprozess an sich.

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Rezension: Mauerpost

Berlin im Jahr 1988. Julia lebt in der DDR und Nachbarin „Oma Ursel“ schlägt ihr eine Brieffreundschaft mit Ursels Enkelin Ines vor. Natürlich ist dies sehr gefährlich und niemand darf wissen, dass Ines Großtante Christa die Briefe über die Grenze schmuggelt, wenn sie Oma Ursel besucht. Dabei entsteht zwischen den Beiden eine enge Freundschaft. Sie vertrauen sich viel an und kommen dabei auch noch einem geheimnis auf die Spur.

Schon allein das Cover hat mich angesprochen. Es ist farblich dem Jahr angepasst und hat dennoch eine moderne Note.
Da ich selbst seit 17 Jahren Briefe schreibe, hat mich selbstverständlich zu diesem Buch hingezogen. Wie ist es umgesetzt und wie war es zu dieser Zeit? Und dennoch hatte ich nicht so große Erwartungen. Was ich aber zu lesen bekam, machte mich sprachlos. Am Anfang gab noch nicht diese Tiefe, aber mit jeder Seite bzw. jedem Brief, entwickelte es sich weiter. Es war unfassbar, wie es sich wandelte und was man alles in diese Briefe verpackte. Ich war wirklich gefesselt.

Vor allem aber, war auch viel Wissenswertes über Berlin dabei und wie damals der Schulalltag war. Als Leser hatte ich Quasi eine kleine Zeitreise erlebt, da es sich anfühlte als wäre man mitten dabei, oder als gäbe es die Beiden wirklich.

Durch eine kleine Karte im Buch, wurde veranschaulicht wie die Beiden leben und viele Begriffe von Früher, waren dick hervorgehoben, sodass man weiter hinten die Bedeutung erklärt bekam. Dies empfand ich als sehr hilfreich, da ich nicht so viel Wissen über diese Zeit besaß. Betonung auf besaß. Lach. Denn durch dieses Buch habe ich wirklich viel erfahren.


Was ich allerdings noch gerne gelesen hätte, wäre was danach passiert? Allerdings würde es auch nicht ins Buch passen. Schon alleine durch die Handlung her. Na ja, man kann nicht alles haben und so kann ich meine Gedanken schweifen lassen und mir eine Fortsetzung zaubern.

Eine Geschichte, die einen informativ, nachdenklich und gut unterhalten zurück lässt.

 
♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥


Dieses Buch bekommt 5 von 5 Möwen

Rezension: Tief im Wald

IMG_0627Alys ist Sieben und anders. Anders als ihre Familie. Anders als ihr Umfeld und dann sieht sie sie. Sie, die einst in wilden und düsteren Erzählungen vor kamen und die alle fürchteten. Zwei junge Frauen, die so gleich waren und doch in ihren Augen verschieden. Sie schwebten eines Nachts, als sie sich aus dem Haus schlich, übers Feld auf sie zu. Das Gesicht war bedeckt mit trockener Erde, die Haare voller Äste und Blätter und erst die Kleidung. Als wenn der Wald vor ihr stünde in Menschengestalt. Sie sprachen Alys an, berührten sie tief in ihrer Seele und meinten: es sei noch nicht die Zeit.
Schnell rannte Alys heim, denn das Morgenrot tauchte als dünner Streifen am Firmament auf.
Nur als sie so richtig in den Tag starten wollte, begann ihr Schicksal. Tod, erschreckend und am anderen Ende ihres Zuhauses.

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Blogtour: Morgan Stern

Heute möchte ich euch den Psychothriller von Morgan Stern vorstellen. 🙂
Dazu habe ich erstmal ein paar Zitate herausgesucht und im Anschluss findet ihr die Rezension. 🙂

forever yoursAls Mira Ryan im Internet kennenlernt, ist er ihr von Anfang an sehr sympathisch. Aus Sympathie wird sogar Vertrauen, was in ihrem Fall zum Verhängnis wird, denn es kommt alles ganz anders.

Ich habe dieses Buch verschlungen. Es hat mich so gefesselt, wie selten ein Buch zuvor bzw. in der letzten Zeit. Und es ist sogar ein Psychothriller. Der letzte war „Ich darf nicht schlafen“ und nicht ganz so gut, wie „forever yours“ oder der letzte Fitzek „Passagier 23“. Und dabei dachte ich damals, dieses Buch (Ich darf…) ist schwer zu übertreffen.

Beim Lesen ist die Zeit geradezu verflogen. Ich habe jede freie Minute genutzt, um diese Buch zu lesen, da ich wissen wollte, wie es mit Mira weitergeht. Warum ist Ryan so? Wieso hat er diese widersprüchlichen Gefühle? Weshalb will er sie besitzen?
Ich wollte jede Emotion in mich aufsaugen, in dem Buch leben und analysieren.
Wut, Trauer, Hass, Liebe, Vertrauen, Enttäuschung und Freundschaft wechselten sich rasant ab und haben mich immer wieder gepackt. WOW. Ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll, außer: Lest es!

Ich finde, dass dieses Buch uns auch lehrt, nicht jedem sofort blind zu vertrauen, denn die Realität ist doch nochmal ‚anders‘ als das Leben im Internet. Vor allem sollte man auf sich Acht geben, den Vertrauensvorschuss beobachten, den man vergibt und sich nicht verleiten lassen.

Krill on Tour

Kennt ihr schon die Ring-Chroniken von Erin Lenaris? Der Auftakt dieser romantisch-dystopischen Young Adult-Trilogie erschien letzten September; im Herbst erscheint die Fortsetzung im Tagträumer-Verlag. Maskottchen dieser Reihe ist das kleine Chamäleon Krill, das auf Erins Autorenseite rund um die Welt reist. Bei uns erlebt Krill ein Abenteuer auf dem Wasser!

In der Welt der Ring-Chroniken ist ganz Europa zu einer von Schlangen und Skorpionen verseuchten Staubwüste verkommen, in der nur noch Geisterkakteen wachsen. Emony kann sich kaum vorstellen, wie wunderschön dieses Land früher war:

„Felix lässt seinen Talisman vor meiner Nase baumeln. Den glitzernden Weltkugel-Anhänger von der Größe eines Tischtennisballs hat er immer dabei. Er benutzt ihn als Glücksbringer, rubbelt daran und küsst ihn, wenn er ein Spiel gewinnen will, oder flüstert ihm zu, was er sich wünscht. Ziemlich schrullig, doch irgendwie auch süß.
Jetzt reflektiert der glänzende Miniatur-Globus das Neonlicht der Schleuse. Er zeigt erstaunlich grüne Kontinente, wie sie in meinem Geschichtsbuch abgebildet sind. Vor zweihundert Jahren war in unserer Heimat nördlich der Alpen wirklich noch alles grün. Es gab schattige Wälder, Flüsse mit Schiffen darauf, sogar Seen zum Baden. Heute sind da nur noch Sand und Steine, soweit das Auge reicht. Nicht zu vergessen natürlich die Skorpione und Schlangen. Die einzige gute Klimazone, die wir heimlich Regenring nennen, war früher komplett mit Eis bedeckt. Die weiße Polkappe glitzert auf dem Erdball in Felix‘ Hand. Unvorstellbar.“ (Erin Lenaris: Die Ring-Chroniken – Begabt, S. 18)

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