Rezension: Holding on to you – Mavis und Henry

20190624_172605Mavis lernt einen jungen Mann im Internet kennen und verliebt sich in ihn. Alles ist so anders und in ihren Augen dennoch besonders. Sie redet es sich schön und merkt nicht wie gefährlich es doch ist. Dabei ist sie dabei sich selbst zu verlieren…

In diesem Buch merkt man sehr deutlich den Werdegang des Schreibens. Fing es am Anfang noch sehr jugendlich an, ging es gegen Ende in das Erwachsen sein über. Man konnte die Reife wirklich beobachten und das fand ich gut. Ich denke, dieses Buch wurde über einen längeren Zeitraum geschrieben und das macht es so spannend. Nicht nur die Entwicklung von Mavis, die mit ihren 19 Jahren noch sehr jung ist, sondern auch der Schreibprozess an sich.

Viele Beschreibungen widerholten sich, was ich doch sehr störend empfand, aber gegen Ende wurden sie feiner. Sie gingen in die Tiefe und malten Emotionen, die ich verinnerlicht habe und auch als Zitate an die Wand pinnen würde. Sie beschrieben die innere Welt von Mavis, wie sie wider zu sich fand, was in ihr vorging (ohne sich zu widerholen), wie sie sich schützte und wie Henry sich selbst sah und der Liebe eine andere Bedeutung gab, als nur an sich zu denken und an das Schöne. Liebe ist viel mehr und dies wurde hier deutlich.
Auch der Sarkasmus kam nicht zu kurz und ich musste immer wieder schmunzeln, wie Mavis sich in ihren Gefühlen verlos und der Sprachverstand in den Urlaub ging. Es war einfach süß und könnte die erste Verknalltheit eines Teenies widerspiegeln. Der sich nicht blamieren möchte, wo der Kopf Sätze baut und aus dem Mund dennoch nur Wortsalat rauskommt. Herrlich. Und genau dies lockerte die Tragik auf und nahm dem Ganzen die Schwere. Ja, ich leide immer mit.

Zum Cover.
Es ist mit seinen pastellartigen Farben sehr weich und dies spiegelt genau Mavis wieder. Zudem kann man sie sehen, wie sie in die virtuelle Liebe eintaucht, den Zeilen sich hingibt und sehnsüchtig auf mehr wartet.

Mit diesem Buch hat Natalie Elin ein gutes Debüt gezaubert, welches nicht nur eine einfache Liebesgeschichte aufzeigt, sondern auch die Gefahren, denen man begegnen kann. Am Ende hilft nur: Sich selbst nicht zu verlieren.

Dieses Buch bekommt 4 von 5 Möwen

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