Rezension: Die Verräter der goldenen Stadt

„Die Aufgabe unserer Zukunft wird darin bestehen, die Kosten für die Träume unserer Vorfahren zu begleichen. Nicht, sie weiter zu träumen.“


„Die Verräter der Goldenen Stadt“ ist eine recht düstere Dystopie, in der die junge Pru für eine bessere Zukunft für sich und ihre Brüder kämpft. Sie nimmt an der Auslese der Goldenen Stadt teil, um der eiskalten Welt voller Kälte, Schmerz, Hunger, Verrat und Angst zu entfliehen. Und der Weg bis zur Oase aus Wärme und Licht ist hart. Keinem darf sie verrtrauen – auch nicht Jakobe, der ihr eine Allianz anbietet. Scheinen seine Worte und Taten auch das Gegenteil zu versprechen, am Ende kämpft jeder für sich. Vor allem könnte er auch einer der Verräter sein, der im Auftrag der Städter andere Teilnehmer sabotieren wird.

Schon vom ersten Kapital an ist der Leser in der Geschichte drin und schon zeigt sich, wie hart die Aufgaben sein werden. Pru muss durch einen Eissee schwimmen und schafft es gerade so an Land zu kommen, da Jakobe sie unbeobachtet an Land zieht. Von da an, war ich schon misstrauisch ihm gegenüber und es sollte sich noch eine ganze Weile wiederholen.

Im rasanten Tempo geht es weiter, die Allianz wird vervollständigt und die unterschiedlichsten Gründe tun sich auf, um der kalten, harten Welt des vulkanischen Winters zu entfliehen.

Die Charaktere sind gut gewählt und es passieren spannende, unvorhersehbare Ereignisse, die den Leser in die Welt ziehen und beim Atmen die sprichwörtlichen Eiskristalle bilden lassen.
Und wie eisig es ist. Nicht nur die Tempraturen scheinen arktisch zu sein, sondern auch die anderen Teilnehmer. Jeder ist sich am nächsten, es gibt blutige Kämpfe, Verschwörungen, Hetzjagden, Verrat, Zusammenhalt und eine Auslese, die es in sich hat. Immer wieder ertappte ich mich dabei den Verräter enttarnt zu haben, nur um wenig später wieder am Anfang zu sein. Jeder hätte seine Gründe, ein Teammitglied zu eliminieren und daher finde ich die loyale Art von Pru herausragend. Sie hat wahrlich ein Kämpferherz. Egal wie schwer die Situation auch ist, sie hat Biss. Vor allem ihre Cleverness hat mich sehr beeindruckt. So schnell hätte ich vieles nicht erfasst. Und es gibt viele vernichtete Hinweise, falsche Fährten und auch Wetterbedingungen, die den Leser an den Rande der Erschöpfung bringen. Dies ist auch ein Punkt in der Geschichte, der die harten Prüfungen noch untermalt.

Wer aber meint, dass es das schon war, hat nicht die Rechnung mit der fantasievollen Autorin gemacht. Es gibt nämlich noch die Vergangenheit der Geheimorganisation namens Sunflake. Sie hat nicht nur einen Schatten auf Prus Leben hinterlassen, sondern scheint auch noch anwesend zu sein und vielleicht ihre Fäden zu ziehen.

„Sunflake mag deiner Mutter den Tod gebracht haben, aber zumindest hat sie ihr Leben an einen Traum verloren, nicht ihren Traum an ein Leben.“

„Sunflake mag deiner Mutter den Tod gebracht haben, aber zumindest hat sie ihr Leben an einen Traum verloren, nicht ihren Traum an ein Leben.“
Am Ende des Buches war selbst ich durch so manche Prüfung geschlittert und mit meiner Ausdauer am Ende. So temporeich wie es zugeht, konnte ich mir kaum eine Pause gönnen, denn ich wollte immer weiter lesen. Wer ist der Verräter? Reichen ihre Kräfte aus und wer überlebt? Ist Sunflake nur einem Traum hinterhergejagt und was planen sie noch? Hat Prue das richtige Bild davon oder sind es nur die verletzten Gefühle, die ihr den Blick trüben.

♥ Lieben Dank für das Rezensionsexemplar.♥

Dieses Buch bekommt 5 von 5 Möwen

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