Blogtour: Fjoergyns Labyrinth

Herzlich willkommen

bei der wohl verrücktesten Schnitzeljagd die Fjoergyn in Tallin je gesehen hat.

Die Spielregeln sind simpel. Sammelt bei euren Entscheidungen den jeweiligen Buchstaben ein und bildet daraus das Lösungswort. Natürlich sind nicht alle Buchstaben richtig, denn es ergeben sich Wege die voller Gefahren sind und euch nicht mehr aus dem Labyrinth entlassen werden. Sie werden euch locken, rufen, betteln und flehen, aber ob sie auch mal recht haben werden? Entscheidet selbst.
Kleiner Tipp: Das Lösungswort hat 5 Buchstaben.

Nun geht es aber los und seid dabei auf der Hut.


Es ist Herbst und während das Laub von den Blättern fällt und die unebenen Wege zudeckt, weiß der Wettergott nichts anderes als den nächsten Sturm übers Land zu jagen. Schon an den grauen Wolken lässt sich erkennen, was sich dort zusammenbraut. Bedrohlich dunkel schleichen sie sich von Keplan näher und vertreiben das Gezwitscher der Vögel. Als würden sie es erahnen, machen sie sich schnell auf in die noch friedlichen Lüfte und suchen sich ein wetterbeständiges Versteck. Aber ob sie es auch wieder heraus schaffen?

Gedankenverloren schaue ich in die Ferne und betrachte das Wetterleuchten am Firmament. An sich eine schöne Aussicht und ich liebe es in Agoda zu sein, aber jetzt werde ich mich auf machen und hinunter zum Libellentümpel wandern.

Wähle Weise deinen Weg. Bist du mutig und gehst gegen Rotkern oder wagst du den Weg Richtung der Ruine Gotschnagrat? Wenn das Gewitter erst im Tal von Agoda angekommen ist, ist es tückisch. Das Wetter in den Bergen… Du weißt es sicherlich…

Oder ist es doch Rotkern? Immerhin kennst du dich dort aus. Weißt du noch die Begegnung mit dem Eichhörnchen?

~E~

Die erste Entscheidung wurde getroffen. Dein Blick fällt auf den Wegweiser E und du gehst weiter nach Rotkern.
Das Grollen nimmt immer mehr zu und ansonsten ist es beängstigend still. Die Libellen haben sich im Schilf versteckt und der Tümpel liegt verlassen da. Nichts ist mehr von dem Trubel zu sehen, der hier immer herrscht. Eine Gänsehaut zieht sich über deinen Körper und du kannst das Frösteln nicht mehr unterdrücken. Gespenstisch, denkst du. Als ob Fjoergyn schon wieder seine Finger im Spiel hätte. Nicht umsonst hat er das Labyrinth erschaffen. Und so weit weg ist es gar nicht mehr. Nur ein Blick nach Rechs… Aber jetzt heißt es sich in Sicherheit wagen. Nur paar Meter weiter wäre die Ruine, aber die lässt du Rechts liegen und verfällst in einen Laufschritt. Nicht mehr weit und du bist in Gefilden die dir bekannt sind. Wer weiß welches Tier sich in der Ruine Unterschupf nimmt. Daher denkst du auch nicht weiter drüber nach und unterdrückst ein weiteres frösteln. Nur nicht verrückt machen.

~N~

Die erste Entscheidung wurde getroffen. Dein Blick fällt auf den Wegweiser N und du gehst weiter. Das Grollen nimmt immer mehr zu und ansonsten ist es beängstigend still. Die Libellen haben sich im Schilf versteckt und der Tümpel liegt verlassen da. Nichts ist mehr von dem Trubel zu sehen, der hier immer herrscht. Eine Gänsehaut zieht sich über deinen Körper und du kannst das Frösteln nicht mehr unterdrücken. Gespenstisch, denkst du. Als ob Fjoergyn schon wieder seine Finger im Spiel hätte. Nicht umsonst hat er das Labyrinth erschaffen. Und so weit weg ist es gar nicht mehr. Nur ein Blick nach Rechts und schon siehst du die Weggabelung. Nicht mehr weit und du bist in der Ruine. Ob sie Sicherheit verspricht? Noch kannst Du weiter nach Rotkern. Aber nein, es wäre zu weit weg und du kannst die Blitze schon förmlich spüren. Schnell läufst du los und spürst das schwarze Loch dich rufen. Es lockt dich und will dich verschlingen. Zu gerne würdest du dich diesem Ruf entziehen, aber der Schlund rettet dich vor den Stürmen und den versengenden Blitzen. Was dich da drin noch erwartet, wird kaum schlimmer sein. Immerhin kann sie dich nicht wirklich fressen.

Als du in Rotkern ankommst, findest du den Buchstaben S. Hier geht deine Geschichte weiter.

Die Nacht in Rotkern war mehr als nur schlecht. Das alte Lager, welches du damals für eine Reise hergerichtet hattest, hast ich gefunden, nur war sie in doch recht schlechter Verfassung. Die zerlumpte Plane hat dich sauer aufstoßen lassen und als Du das sporadische Bett aus Ästen und Laub gesehen hast, war es ganz vorbei mit deiner kleinen Euphorie. War es wirklich richtig gewesen den sicheren Weg zu wählen?
Als die Nacht anbrach und das Gewitter über dir tobte, warst du damit beschäftigt die Plane an Ort und Stelle, bzw. an Ast und Ast zu halten. Der Wind pfiff durch die Löcher und riss sie immer mehr auf. An eine stärkende Nacht war da nicht mehr zu denken.
Und hattest du den Platz nicht noch in anderer Erinnerung, grübelst du nach. Da waren doch auch noch Steine oder nicht? Gut, es ist über ein Jahr her, aber sie hatten doch eine schützende Ecke geboten.
Solltest Du diese Nacht überleben, wäre dir eine heftige Erkältung sicher.

Als du in der Ruine ankommst findest du den Buchstaben U. Hier geht deine Geschichte weiter.
Mit einem weiteren Schritt in die Höhle hinein, wird die Unruhe immer unruhiger. Es rumort im Magen, schüttelt dich und du fühlst dich wie einem Gruselfilm. Der Puls übertönt fast das Grollen und scheint sich mit dem Schall in den Gängen zu brechen. Jeder Blitz wirft schaurige Schatten an die Wände und wohin die beiden Gabelungen führen, willst du gar nicht erst wissen.
Schnell wendest du dem den halben Rücken zu und hoffst nicht erkannt zu werden, sollten Gefahren im Dunkeln lauern. Zwar scheint alles still zu sein und es liegen keine Knochen rum, aber wer weiß. Immerhin ist es trocken, windgeschützt und sicherer als im Freien. Die bessere Wahl ist getroffen und Du klopfst dir gedanklich auf die Schulter. Jetzt heißt es nur noch die Nacht zu überstehen.

Die Nacht ist überstanden und die ersten Schritte im Labyrinth sind bewältigt. Was aber nun? Vor dir gabelt sich der Weg.
Für welche Seite schlägt dein Herz?

~I~

Du wählst den Weg nach Rechts und schlenderst vorbei an Büschen, umgestürzten Bäumen und moosbewachsenen Felsen. Hier scheint die Natur gut zugeschlagen zu haben und vielleicht auch Fjoergyn. Man weiß es nicht. An einem Ast entdeckst du den Buchstaben I und überlegst dir, ob du damit was anfangen kannst. Was hast du schon eingesammelt und lässt sich daran was erkennen? Immerhin ist es nicht mehr so weit und alle 5 Buchstaben sind fast eingesammelt. Wenn da nur nicht diese fiese Erkältung wäre…

~A~

Du wählst den Weg nach Rechts und schlenderst vorbei an Büschen, umgestürzten Bäumen und moosbewachsenen Felsen. Hier scheint die Natur gut zugeschlagen zu haben und vielleicht auch Fjoergyn. Man weiß es nicht. An einem Ast entdeckst du den Buchstaben A und überlegst dir, ob du damit was anfangen kannst. Was hast du schon eingesammelt und lässt sich daran was erkennen? Immerhin ist es nicht mehr so weit und alle 5 Buchstaben sind fast eingesammelt. Frohen Mutes und mit einer kleinen Ahnung im Kopf, setzt du dich hin und legst eine kurze Rast ein. Die Sonne knallt unbarmherzig vom Firmament und die Vögel haben sich aus ihren Verstecken getraut.

Nach weiteren Irrungen und Wirrungen, hörst du ein schrilles Jaulen. Deine Nackenhaare stellen sich auf und das Herz klopft wild in der Brust. Was denn das? Und wer ruft mich verzweifelt. Du kannst es dir nicht erklären. Dann – plötzlich, ein Fauchen. Ganz langsam drehst du dich um und dein Herz rutscht in die Hose. Ein Wolf steht dir gegenüber. Die Schnauze in Blut getränkt. Was nun?
Eigentlich wolltest du dir Zeit lassen mit der Entscheidung und dann das. Eine falsche Entscheidung und du bist dran.
Das Rufen nimmt kein Ende und die Stimmen scheinen sich zu duellieren. Rechts, Links, rechts, links. Welchen Weg soll ich nehmen?
Du schaust nach links und siehst einen freien Weg.
Du schaust nach rechts und dort gibt es einen unebenen Weg, der kurz ansteigt und dann ins Nirgendwo zu fallen scheint.

~R~

Du rennst den Abhang hinauf und bist froh dich dafür entschieden zu haben. Schnell springst du über 2 umgestürzte Bäume und kletterst den Hochsitz hinauf. Klar, hat man schon verloren wenn man sich für die obere Etage entscheidet und auch in freier Wildbahn für den Hochsitz, aber immerhin wird dir so ein Körperteil abgebissen.
Und siehe da – ein neuer Buchstabe. Du nimmst den Zettel in die Hand und entdeckst ein R. Jetzt heißt es nur noch zu warten, ob der Wolf verschwindet.

~B~

Kaum hast du dich für links entschieden, siehst du auch schon weit und breit keine Fluchtmöglichkeit. Die Nase ist verstopft, dein Hals trocken und in den Waden fühlst du schon den heißen Atem des Wolfes. Was ist aber das da? Plötzlich taucht hinter den Bäumen ein alter Bauwagen auf. Schnell läufst du darauf zu und hoffst auf einen unverschlossenen Wagen. Aber wie es das Glück bzw. das Pech so will, ist er verschlossen. Kein Rütteln und Treten bringt was – die Tür gibt nicht nach. Also nutzt die letzten Kraftreserven, springst auf dem Baumstamm, federst ab und krallst dich am Dach fest. Mit müden Armen ziehst du dich daran hoch und bleibst bäuchlings liegen. Kurz verschnaufst du, schließt die Augen und lauschst dem kratzenden Geräuschen. Der Wolf scheint noch nicht aufgegeben zu haben… Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Als der Puls sich beruhigt und du die Augen einen Spalt breit öffnest, siehst du aus dem Augenwinkel einen Umschlag. Das könnte der nächste Hinweis sein. Und tatsächlich, du findest ein Blatt mit dem Buchstaben B vor.

Es scheinen Stunden vergangen zu sein, als der Wolf sich umdreht und im Gebüsch verschwindet. Selbst die Sonne geht langsam unter und färbt den Himmel in ein schönes Rot-Blau.
Mit müden Knochen geht es wenig später von der rettenden Insel runter und weiter im Labyrinth. Es lässt sich nicht leugnen, aber der Wolf hat die restlichen Kraftreserven wieder gefüllt.
Frohen Mutes, Schritt für Schritt und mit wachsamen Auge, werden die letzten Meter bestritten. Nur noch ein Buchstabe fehlt und da zwischen den einzelnen Etappen immer 2-3 Std lagen, kann es nicht mehr lange dauern.
Aber egal welche Richtung Du wählst, es scheint sich immer wieder zu widerholen. Dieser Busch, der wie ein L aussieht, scheint immer wieder dir vor die Füße zu springen. Mit gerunzelter Stirn bleibst Du stehen und markierst den Weg. Wenn es so weiter geht, wird das wohl heute nichts mehr, denkst du. Die Hand vor Augen wird schon immer grauer, getreu dem Motto: Nachts sind alle Katzen Grau.

~T~

Nach der Vierten – oder war es schon die 5. Runde, entscheidest Du dich dazu, einfach durch die Hecke zu gehen. Was solls. Dann hast du eben ein paar Kratzer mehr.
Hier und da knickt ein Zweig ab, Du steigst über Äste und siehst weiter vorne eine graue Lichtung. Ob es was mit dem Ausgang zu tun hat?
Die Hoffnung pusht deine letzten Vorräte an und du kannst wieder das Rufen hören, was dich zusätzlich antreibt.
Kaum angekommen, leuchtet wieder ein Umschlag auf.
„Du hast es geschafft“ Steht vorne drauf. Als du ihn öffnest findet du ein T.

Nun heißt es rätseln. Was ist wohl das Lösungswort?

~L~

Nach der Vierten – oder war es schon die 5. Runde, entscheidest du dich dazu, noch 1x links abzubiegen und in die Grube zu springen. Vielleicht ist sie ja nicht umsonst dort und du findest den letzten Buchstaben. Du weißt zwar nicht wie Du da einen Ausgang finden sollst, aber vielleicht steht es ja in dem Brief.
Mit einem Sprung landest du auf allen Vieren und musst dir einen Schmerzensschrei unterdrücken. Nur nicht den Wolf anlocken.
Als Du die Grube abgegangen bist, hast du nichts weiter gefunden, als Waldgut. Äste lagen rum, ein Baumstamm ist den Abhang hinuntergerutscht und es schien so, als würde auch Heckenschnitt hier gelagert worden sein.
Frustriert darüber, gehst du zum anderen Ende zurück und begibst dich zum Aufstieg. Schon bei der ersten Runde hattest du gesehen, das es eine Art Treppe gab und diese erklimmst du nun. Oben angekommen, gehst du am Rand entlang und findest tatsächlich einen Umschlag vor. Mit erschöpften Händen öffnest du ihn und findest ein L. Was aber nun? Wo geht es wieder raus?
Ängstlich siehst du dich um und kannst nichts entdecken.
Es scheint wohl eine weitere Nacht hier draußen zu werden… Ob du je wieder hinaus findest?
Aber darüber wirst du dir morgen den Kopf zerbrechen.


Ich hoffe, ihr hattet Spaß und auch ein Lösungswort für mich.
Unter allen Teilnehmern verlose ich nämlich ein eBook. 🙂

Alles Liebe,
Myrna

PS: Ob es in dem Buch wirklich so aussieht, muss ich selbst noch herausfinden. 😉

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