Mit Venus hat Sophie Nuglisch einen richtigen Psychothriller geschrieben, der unter die Haut geht. Stina wurde von Leif entführt und entmündigt. Sie verliert nicht nur ihren Namen und wird Venus genannt, nein, sie wird auch noch ihrer selbst beraubt, indem sie sich unterwerfen muss. Sie darf nur noch dankbar sein, muss seine Wünsche erfüllen und darf nicht fliehen. Bei Missachtung folgt eine Strafe, die es hin und wieder echt in sich hat.

Von Seite zu Seite wird der Leser brutal daran erinnert, was für ein Typ Mensch Leif ist. Natürlich kommt man auch nicht drumherum, auch mal Mitleid zu haben und einen psychologischen Sinn darin zu erkennen, aber im Großen und Ganzen ist sein Handeln einfach unmenschlich.

Zudem leidet man einfach mit, da die Autorin einen mit ihrem Schreibstil erreicht, fesselt und mit grausamen Handlungen auch den Atem stocken lässt. Die Verzweiflung nach Liebe wird psychisch dunkel dargestellt und man hat das Gefühl, dem ausgeliefert zu sein. Ich musste mich selbst dabei ertappen, wie ich als Stina dachte, einen Ausweg suchte und mich daran erinnerte, wie ich wirklich heiße. „Mein Name ist Stina“

Dieses Buch ist definitiv eine Leseeinheit wert, aber man muss sich dem bewusst sein, was es heißt, einen Psychothriller zu lesen, indem Gewalt eine Rolle spielt.

Dieses Buch bekommt 5 von 5 Uhrenweiten

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