Auf dieses Buch habe ich mich schon lange gefreut. Seit ich Hannahs Traum gelesen hatte, war ich von dem Schreibstil der Autorin begeistert. Er ist in der personalen Erzählform geschrieben, weshalb man so gesehen aus den Augen der Protagonistin das Geschehen wahrnimmt. Schon allein dies ist besonders, aber es kommt noch hinzu, dass in dem Buch „Der Traumwandler – Arkanas Ruf“, jedes Kapitel mit einem lyrischen Text anfängt und man Asras Gedanken besonders wahrnimmt. So wie auch ihre Gedanken ist dieser Text in kursiv geschrieben und wahre Poesie.

Kommen wir nun zum Kern der Geschichte. Wir befassen uns in dem Buch mit den Klarträumen und Asras Reise nach Arkana, die sie in ihren Klarträumen durch eine mysteriöse Tür betritt. Dort angelangt, trifft sie auf Petrichor, Narah, Jorah und Midas, mit denen sie im Laufe der Geschichte immer wieder Aufträge abarbeitet. Sie sind an unterschiedlichen Orten (die wir auch auf einer Landkarte bestaunen können, welche am Anfang des Buches zu finden ist) und haben mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen. Auch die Rollenverteilung ist geklärt, wenn auch aus Asras Sicht nicht immer zufriedenstellend, weshalb ihr loses Mundwerk und Sarkasmus einen immer wieder grinsen lassen.

Im Laufe des Lesens nahm das Buch nach ca. 220 Seiten an Fahrt auf, und ich hatte endlich das Gefühl, das der Spannungsbogen aufgebaut wurde. Es ging rasant zu und schien endlich mal nicht nur reibungslos zu verlaufen, was ich vorher echt schade fand. Da hätte ich mir definitiv mehr gewünscht, denn Asra schien die Welt von Anfang an intuitiv zu verstehen, handelte immer richtig und löste somit die Aufträge. Es wurde nicht hinterfragt, nicht gerätselt etc. Zu glatt, zu einfach und für mich unrealistisch.
Vor allem stellte ich mir auch immer wieder folgende Fragen: Warum landet sie immer mitten im Geschehen? Warum nicht an anderen Orten? Warum erschrecken sich die anderen nicht, wenn plötzlich Asra mittendrin aus dem Nichts erscheint?

Aber auch außerhalb von Arkana ist eine schöne Welt aufgebaut worden, die es mir angetan hat. Adrian ist toller Prota, den man einfach gerne haben muss, und ich hoffe, noch mehr über ihn zu erfahren. Mit Sarkasmus, Fotografie und Unileben hat man immer wieder was zum Schmunzeln und erfährt sogar noch informative Details rund um die Fotografie.

Mit diesem Buch hat man definitiv die unterschiedlichsten Charaktere, die zusammentreffen und irgendwie doch harmonieren. Ich fand es toll, wie dunkel Petrichor war, der einen wirklich eine Gänsehaut bescherte und mit seiner emotionslosen Fassade, seiner Dunkelheit und skrupellosen Handeln wirklich Angst machen konnte. Ich wurde beim Lesen zu Asra und war hin und wieder echt schockiert, was Petrichor für eine Wirkung auf mich hatte, indem er so befremdend agierte. Auch spürte ich die 0 unter meinen Fingern, den Übergang in die Traumwelt und ihre Leidenschaft für die Fotografie.
Eine Mischung aus Poesie, die Welt der Träume und eine Welt neben unserer, die wahrhaftig Arkana sein könnte. Denn wer weiß schon, in welche Welt wir reisen, wenn wir träumen?

Ich bin gespannt auf die Folgebände und hoffe, dass sich ein paar Fragen klären lassen, die mich noch beschäftigen. Warum ist Petrichor der gefürchtete Anführer und alle unterwerfen sich ihm?
Warum veränderte sich der Garten und was für eine Vergangenheit haben die anderen Protas.

Dieses Buch bekommt 3,5 Sterne.

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