In diesem Buch geht es primär um das Gefühl, sich fehl am Platz zu fühlen, nicht verstanden und ernst genommen zu werden. Und um die Sehnsucht nach der wahren Liebe, Freiheit und Freundschaft.

Annerose fühlt sich in der Welt der Reichen und Schönen verloren und fühlt sich wie ein Vogel im Käfig, der seine Flügel spreizen will und fliegen. Auch ihre Mutter gibt ihr nicht das Gefühl von Geborgenheit und macht ihr immer wieder unmissverständlich klar, dass sie die Prinzessin wird und bald ihren Mann wählen soll, der mit ihr regiert. Doch wie regiert man ein Reich, dessen Leben man gar nicht kennt?
Daher bricht Annerose als Olivia genannt, mit der Hilfe ihrer Zofe aus dem Leben im Palast aus und gleitet mit voller Wucht hinein in das wahre Leben.

Und dies hat es wirklich von Anfang an in sich. Sie wird mit den Gefühlen des Volkes konfrontiert und kommt auch schnell an ihre Grenzen, denn durch das behütete Leben am Hof kennt sie die einfachsten Dinge nicht.

Wie lebt man wirklich?
Wie ist es an einer Uni?
Wie führt man einen Haushalt?
Wie findet man Freunde?
Wie ist das ganze Leben und wie fühlt es sich an?

Die Autorin nimmt einen von der ersten Seite an mit in die Welt Livenias und man möchte einfach nur weiterlesen. Schnell wird klar, dass die Unterschiede gravierend sind und das Volk sich ausgenutzt fühlt und es Schichten gibt. Das ausgestoßene und gefährliche Arbeitervolk, die etwas Privilegierteren und die Neureichen. Es herrscht Unmut, Neid, Hass und jeder ist sich der Nächste. Olivia stellt schnell ihr bisheriges Leben infrage, die Führung ihrer Mutter und auch ein Stück weit sich selbst, denn unter ihrem Decknamen Olivia steckt noch immer die Prinzessin. Und mit jedem Tag mehr fühlt sie sich angekommen und auch schlechter, denn sie lebt eine Scheinwelt vor und hat auch Angst aufzufliegen, denn ihre Freunde sind ihr heilig geworden.

Mit diesem Buch liest man nicht nur eine Prinzessinnen-Geschichte, sondern viel mehr auch ein politisches Buch, denn es geht um das Ungleichgewicht in der Welt, um das Regieren eines Volkes und auch um den Wunsch, sich selbst zu finden und einen Platz in der Gesellschaft. Mit Olivia schauen wir hinter die Fassade, erkennen, wie schwer es ist, Entscheidungen zu treffen, die auf beiden Seiten fair sind und wie man zu sich selbst findet etc.

Dieses Buch bekommt 5 von 5 Uhrenweiten

One Comment on “Rezension: Wenn Träume nicht genug sind

  1. Hallo meine Liebe ❤

    Es freut mich so sehr, dass dir mein Herzensbuch so sehr gefällt. Vielen Dank für deine lieben Worte ❤️

    Liebe Grüße
    Alex

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